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Arbeits- und Umweltmedizin

mittelgradige Depressionen und Agoraphobie.

von Unbekannt , 27.07.10 15:03
Hallo
ich trete eine Stelle, nach nun abgeschlossener Berufsausbildung, im öffentlichen Dienst im Gesundheitswesen an. Eine Betriebsärztliche Untersuchung steht an. Seit 2007 war ich in psychotherapeutischer Behandlung wegen mittelgradiger Depressionen und Agoraphobie. Habe diese allerdings im April diesen Jahres plötzlich abgebrochen, da ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht weiterhin mit meinen Problemem beschäftigen wollte. Ich habe diese Entscheidung nicht bereut, behaupte sogar, dass es mir seitdem deutlich besser geht und bin der Meinung, dass sich dieser Zustand durch die neue Beschäftigung noch weiter verbessern wird. Problemsituationen sind allerdings nach wie vor vorhandenalso dauert die Erkrankung ja noch an...), aber ich kann mit ihnen umgehen. Die Erkrankung hat mein subjektives Erleben teils stark beeinflusst, allerdings bisher in keiner Weise die Ergebnisse meiner Arbeit. Mir war es schon von Beginn der Therapie an wichtig dies alles neben meinem normalen Leben zu schaffen und mich nicht in eine Klinik zu begeben. Medikamente habe ich ebenfalls abgelehnt

Ich stelle mir die Frage, ob ich die Tatsache einer abgebrochenen Psychotherapie mit momentan keinem behandelnden Arzt bei einer Einstellungsuntersuchung nicht besser verschweige? Denn die Problemsituationen werden auch bei der neuen Arbeitsstelle auftreten. Beides, wie ich finde nicht unbedingt Pluspunkte für eine positive Bewertung. Außerdem Punkte, die im großen Gegensatz zu meinem sonstigen Verhalten stehen, denn ich habe von beiden Stellen meiner Ausbildung ausnahmslos Bestnoten erhalten, was wie ich finde gut darstellt, dass meine Erkrankung meine Arbeitsweise nicht großartig einschränkt. Auch habe ich nicht mehr Krankheitstage als ein normaler Arbeitnehmer gehabt.

Ich habe bisher beide Modelle ausprobiert. Bei dem ersten Abschnitt der Ausbildung habe ich mit offenen Karten gespielt und keinerlei Einschränkungen erfahren, sondern fühlte mich damit sogar besser, weil ich nichts verschwiegen habe. Beim zweiten Abschnitt der Ausbildung habe ich nichts gesagt. Jetzt nun die Frage, wie es in Bezug auf eine feste Einstellung am besten wäre. Insbesondere, da ich die Frage Dauert die Krankheit noch an? mit Ja beantworten müsste, und die Frage Könnten Beeinträchtigungen am angestrebten Arbeitsplatz auftreten? ebenfalls mit Ja beantworten müsste, allerdings mit dem Hinweis, dass es bisher dennoch immer sehr gut funktioniert hat. Ich bin eine sehr ehrgeizige, verantwortungsvolle und motivierte Person und möchte diese Stelle unbedingt antreten, da sie in gewisser Weise mein Traumjob ist und möchte mir diese Chance durch eine falsche Antwort bei dieser Untersuchung auf keinen Fall nehmen lassen Ich bin auch bereit in der nächsten Zeit eine Therapie fortzuführen, um meine Arbeitskraft zu erhalten.

Ich wäre Ihnen für eine Einschätzung der Situation sehr dankbar und bitte um eine schnelle Antwort

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Re: mittelgradige Depressionen und Agoraphobie.

von Cyberdoktor , 27.07.10 17:16
Hallo,

"Eine Betriebsärztliche Untersuchung steht an. Seit 2007 war ich in psychotherapeutischer Behandlung wegen mittelgradiger Depressionen und Agoraphobie. Habe diese allerdings im April diesen Jahres plötzlich abgebrochen, da ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht weiterhin mit meinen Problemem beschäftigen wollte."
sowohl mittelgradige Depressionen als auch eine Agoraphobie sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und können zu einer deutlichen Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit führen. Bei einer Agoraphobie bestehen Ängste, sich öffentliche Situationen auszusetzen, die Betroffenen isolieren sich, eine Zustandsverschlechterung kommt ohne Therapie oft vor, häufig bestehen dann Schwierigkeiten, die Wohnung zu verlassen. Wenn eine Therapie nicht abgeschlossen wurde und keine professionelle Beurteilung des derzeitigen Zustandes durch einen behandelnden Arzt vorliegt, wird man diese Erkrankungen dem Betriebsarzt nicht verschweigen können. Betroffene sollte unbedingt vorab mit einem Arzt sprechen.

"mit ihnen umgehen. Die Erkrankung hat mein subjektives Erleben teils stark beeinflusst, "
diese Informationen wird man dem Betriebsarzt normalerweise nicht vorenthalten können.

"Ich stelle mir die Frage, ob ich die Tatsache einer abgebrochenen Psychotherapie mit momentan keinem behandelnden Arzt bei einer Einstellungsuntersuchung nicht besser verschweige?"
Ihre Entscheidung, wenn Sie aber derart schwerwiegende Erkrankungen verschweigen, drohen im Falle von späteren Auswirkungen auf die Arbeitsleistung arbeitsrechtliche Konsequenzen. Bei anhaltenden bedeutenden Beschwerden raten wir im Allgemeinen dazu, den Betriebsarzt zu informieren.

"großen Gegensatz zu meinem sonstigen Verhalten stehen, denn ich habe von beiden Stellen meiner Ausbildung ausnahmslos Bestnoten erhalten, was wie ich finde gut darstellt, dass meine Erkrankung meine Arbeitsweise nicht großartig einschränkt. Auch habe ich nicht mehr Krankheitstage als ein normaler Arbeitnehmer gehabt."
das ist sehr positiv, der Betriebsarzt wird das bei seiner Einschätzung auf jeden Fall berücksichtigen.

"Ich wäre Ihnen für eine Einschätzung der Situation sehr dankbar"
Sie sprechen von anhaltenden ernsten Erkrankungen (Phobie + Depressionen), die zur Zeit nicht behandelt werden, diese Umstände können an vielen Arbeitsplätzen zu Problemen führen, suchen Sie das Gespräch mit einem Therapeuten, nur er kann Ihnen eine fundierte Einschätzung geben, wie Sie das Gespräch mit dem Betriebsarzt gestalten sollten.

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Verbeamtung Amtsarzt psychologische Behandlung angeben?

von Unbekannt , 27.07.10 20:21
Hallöchen,

vielen Dank für die Antworten. Meine Nachricht ist die vom 24.07.10 1906 und ich habe noch weitere Nachfragen.

Kann ich die Angaben über meine psychologischen Behandlungen wenn mit meinem Therapeut abgesprochen) wirklich auch bei einer Verbeamtung weg lassen? Sie haben in einer Antwort weiter oben vom 10.06.10 1605 geschrieben Es ist ausserdem nur eine Ausbildung, keine Verbeamtung, es gelten also geringere Anforderungen an die Zukunftsprognose.. So wie ich es verstanden habe, geht es ja bei einer Verbeamtung darum, dass der Amtsarzt feststellen soll, ob ich evtl. vorzeitig dienstunfähig werden könnte. Wäre dies der Fall, müsste mein Arbeitgeber dann jahrelang weiter an mich zahlen. Das wollen sie natürlich vermeiden verständlich) und deshalb würde der Arzt mir nicht die Eignung geben.

Ich habe auch gehört, wenn ich meine Krankengeschichte hab nur die psychologische) nicht angebe, oder falsche Angaben mache und das irgendwann festgestellt wird, dass ich fristlos entlassen werden würde. Ist das so? Ist das auch so, wenn ich nur einen Teil angebe und von meinem Therapeuten dazu die Zustimmung erhalten habe? Weil sie ja sagten, dass ich Dinge nicht angeben muss, wenn mein Therapeut es nicht bedenklich für meinen neuen Arbeitsplatz hält.

Grundsätzlich habe ich mir gedacht, dass ich keine der psychologischen Behandlungen angebeanspreche, solange ich nicht danach gefragt werde. Kann ich das so machen? Aber wie verhalte ich mich, wenn ich direkt nach Krankenhausaufenthalten gefragt werde? Muss ich dann den psychologischen stationären Aufenthalt angeben? Und muss ich ihn auch angeben, wenn mein Therapeut sagt, dass die damaligen Beschwerden keine Auswirkungen auf meine Leistungsfähigkeit am neuen Arbeitsplatz haben werden?

Vielen Dank

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Re: Verbeamtung Amtsarzt psychologische Behandlung angeben?

von Cyberdoktor , 27.07.10 22:34
Hallo,

"Kann ich die Angaben über meine psychologischen Behandlungen wenn mit meinem Therapeut abgesprochen) wirklich auch bei einer Verbeamtung weg lassen? "
Beamte haben besondere Pflichten gegenüber dem Dienstherren, d.h. auch wenn eine vor Jahren abgeschlossene Therapie anlässlich einer schweren Partnerschaftskrise, anders als eine anhaltende schwere Depression, den Betriebs- oder Amtsarzt eigentlich für den Job eher wenig relevant ist, muss der Beamtenanwärter aufgrund des besonderen Dienstverhältnisses evt. trotzdem die Behandlung offenbaren. Lassen Sie den Einzelfall vom Anwalt prüfen, nicht alle Fragen von Amtsärzten sind zulässig, z.B. darf nicht nach einer schwangerschaft gefragt werden.

"So wie ich es verstanden habe, geht es ja bei einer Verbeamtung darum, dass der Amtsarzt feststellen soll, ob ich evtl. vorzeitig dienstunfähig werden könnte."
das ist einer der Gründe für die Untersuchung.

"Ich habe auch gehört, wenn ich meine Krankengeschichte hab nur die psychologische) nicht angebe, oder falsche Angaben mache und das irgendwann festgestellt wird, dass ich fristlos entlassen werden würde. Ist das so?"
wenn Sie Erkrankungen verschweigen, die mit einer grösseren Wahrscheinlichkeit zu Problemen im Beruf führen werden, oder die Treuepflicht verletzten.

"das auch so, wenn ich nur einen Teil angebe und von meinem Therapeuten dazu die Zustimmung erhalten habe?"
da Laien meist die Rückfallhäufigkeit oder Leistungseinschränkung bei bestimmten Krankheiten nicht beurteilen können, ist ein Gespräch mit dem Therapeuten sinnvoll. Wenn der dann klipp und klar sagt, dass die Therapie keine Relevanz für den Arbeitsplatz hat, kann man sich dazu entschliessen, gegenüber dem Betriebsarzt und privaten Arbeitgebern keine Angaben zu machen. Eine Offenbarungspflicht besteht allerdings, wenn für den speziellen Arbeitsplatz Probleme zu erwarten sind oder wie gesagt bei Beamten gegenüber dem Dienstherren.

"Grundsätzlich habe ich mir gedacht, dass ich keine der psychologischen Behandlungen angebeanspreche, solange ich nicht danach gefragt werde. Kann ich das so machen? Aber wie verhalte ich mich, wenn ich direkt nach Krankenhausaufenthalten gefragt werde?"
siehe oben: Bei der Verbeamtung wird besonderes Augenmerk auf die Treuepflicht gelegt, man muss in der Regel wahrheitsgemäß antworten. Ist klar, das es zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit kommen könnte, muss man die Krankengeschichte auch ohne Nachfragen angeben.

Es gibt zwar auch im Beamtenrecht unzulässige Fragen, das sollte aber ein Jurist prüfen.

Schreiben Sie uns, was der Therapeut sagt und wie Sie weiter vorgehen.

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leichte Depression nach Verlusterlebnis

von Unbekannt , 31.07.10 12:08
Hallo,
ich muss in kürze zur amtsärztlichen untersuchung, da ich in den öffentlichen dienst eintreten werde angestellte nicht beamtin).
ich hatte eine leichte depression, die mit medikamenten von meinem hausarzt behandelt wurde. diese äußerte sich durch schlafprobleme, da ich ein elternteil verloren hatte. jedoch hat die behandlung meine leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt. jetzt ist meine frage, ob mir dies bei der amtsärztlichen untersuchung probleme bereiten könnte und wie bzw. ob ich dem amtsarzt von meiner leichten depression überhaupt erzähle.

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Re: leichte Depression nach Verlusterlebnis

von Cyberdoktor , 31.07.10 14:22
Hallo,

"ich hatte eine leichte depression, die mit medikamenten von meinem hausarzt behandelt wurde. diese äußerte sich durch schlafprobleme, da ich ein elternteil verloren hatte. jedoch hat die behandlung meine leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt."
viele Menschen reagieren auf ein Verlustereignis mit eine depressiven Phase, wenn die leichte Depression überwunden ist, bzw. die Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist, geht das dann je nach Einzelfall weder Betriebsarzt noch Arbeitgeber etwas an. Einfach einmal den Hausarzt fragen, ob er eine Offenbarungspflicht sieht.

Eine Medikamenteneinnahme kann allerdings z.B. für das Führen von Fahrzeugen oder sonstige Tätigkeiten, bei denen es auf schnelle Reaktionen ankommt, von Bedeutung sein.

"jetzt ist meine frage, ob mir dies bei der amtsärztlichen untersuchung probleme bereiten könnte"
eigentlich sollte der Betriebsarzt damit keine Probleme haben, man muss aber, wie gesagt, nicht jede Erkrankung angeben.

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Beamtenverhältnis, medikamentös behandelte Depression

von OnkelTrank , 09.11.10 19:49
Sehr geehrte Damen und Herren,

nun bin ich schon eine ganze Zeit im Netz unterwegs um eine Antwort im Bezug Depression und Verbeamtung zu bekommen.

Ausgegangen von einer Depression die medikamentös behandelt wird aber seit langer Zeit keine Symptome mehr zeigt und auch nie die Leitungsfähigkeit eingeschränkt hat Zur akuten Zeit wurde ohne Einschränkung eine Diplomarbeit geschrieben).

Nun lese ich bei Ihnen im Forum,dass wenn der Arzt es nicht für relevant erachtet, keine Offenbarungspflicht besteht. Aber wie sieht es mit der Rechtssicherheit aus, wenn es zur Beamtenzeit zu einem schweren Rückfall kommt?

Hier

www.einstellung.defrage-einstellungfrageamtsaerztliche-untersuchungindex.html

lese ich, dass man es darlegen muss..

Wie soll man sich verhalten?

Schöne Grüße

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Re: Beamtenverhältnis, medikamentös behandelte Depression

von Cyberdoktor , 09.11.10 22:02
Hallo,

"Nun lese ich bei Ihnen im Forum,dass wenn der Arzt es nicht für relevant erachtet, keine Offenbarungspflicht besteht."
Auf Nachfrage müssen Beamte normalerweise wahrheitsgemäss antworten (Treuepflicht). Wird nicht gefragt, kommt es sehr auf den Einzelfall an. Aus ärztlicher Sicht besteht z.B. bei einem Bewerber ohne sonstige Risikofaktoren, der vor 10 Jahren nach einem Verlusterlebnis eine depressive Phase und seit Therapieende nie wieder Probleme hatte, ein so geringes Rückfallrisiko, dass eine Offenbarungspflicht evt. verneint werden kann. Dagegen wäre bei einem Patienten, der in den letzten Jahren bereits mehrere schwere Erkrankungsepisoden hatte, von einer deutlichen Rezidiv-Gefahr auszugehen und die Erkrankung kann bei der Einstellungsuntersuchung nicht verschwiegen werden.

Es kommt wirklich sehr darauf an, wie der behandelnde Therapeut den Erkrankungsverlauf und die Prognose einschätzt und ob er bei dem Patienten Risikofaktoren, die die Rezidivhäufigkeit beeinflussen, sieht (z.B. bereits mehrere Depressions-Episoden, unvollständige Heilung nach der ersten Phase, sonstige psychische oder chronische körperliche Erkrankungen.

Depressionen sind eine ernste Erkrankung, bei sehr vielen Betroffenen kommt es zu einem Rückfall ("Does Incomplete Recovery From First Lifetime Major Depressive Episode Herald a Chronic Course of Illness?", Lewis et al., Am J Psychiatry 157:1501-1504, September 2000), Einschränkungen der Arbeitsleitung sind möglich, daher ist wirklich nur nach einer gründlichen Einzelfallprüfung ein Verschweigen der Krankheitsgeschichte möglich.

"Ausgegangen von einer Depression die medikamentös behandelt wird"
wird noch behandelt, bleibt die Frage, ob nach Absetzen der Medikation ein Rückfall möglich ist ("Langzeitbehandlung depressiver Erkrankungen
Therapieziel Rezidivprophylaxe: Wie lang ist langfristig?", ,U. Voderholzer, NeuroTransmitter 4·2005). Ein Verschweigen von Erkrankung und fortgesetzter Therapie ist dann problematisch. Der behandelnde Arzt muss das einschätzen.

"Aber wie sieht es mit der Rechtssicherheit aus, wenn es zur Beamtenzeit zu einem schweren Rückfall kommt?"
wenn der Amtsarzt fragt, muss wie gesagt im Allgemeinen den Tatsachen entsprechend geantwortet werden. Wurde nicht nachgefragt, kommt es darauf an, ob der Laie in der Lage war, das Erkrankungsrisiko zu überblicken. Bitte einen Anwalt fragen.

Depressionen sind eine sehr häufige Erkrankung, je nach Literatur wird das Risiko einmal im Leben eine depressive Episode durchzumachen mit bis zu 40% (für Frauen; Männer: 30%) angegeben ("Lifetime risk of depression: restricted to a minority or waiting for most?", Gavin Andrews, The British Journal of Psychiatry (2005) 187: 495-496).

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Re Beamtenverhältnis, medikamentös behandelte Depression

von Unbekannt , 11.11.10 16:40
Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob überhaupt jemand mit einer depressiven Erkrankung verbeamtet wurde? Alle Beiträge ,welche ich im Netz finde enden letztlich mit der Diskussion. Aber keiner schreibt letztlich ob es geklappt hat. Schöne Grüße,

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Wiss. Mitarb. FH - Einstellung - Borderline

von BieneBiene , 12.12.10 02:45
Liebes Cyberdoktor-Forum,

ich habe ein Stellenangebot als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt an einer FH erhalten. Bisher liefen die Gespräche aber eher informell. Nun habe ich meine Bewerbungsunterlagen Beginn 01.01.2011) offiziell eingereicht und erhielt heute ein Schreiben mit der Bitte, den Personalbogen auszufüllen mit dem Punkt Amtsärztliche Untersuchungen nein oder ja wann).

Der Professor Leiter des Projektes) ist der Meinung, dass nur ich für das Projekt in Frage komme und für ihn ist es nur eine Formsache. Aber es gibt ein Problem Ich habe mich bereits Januar 2008 in einem Landratsamt beworben, wobei ich mich fachlich gegenüber allen anderen Bewerbern durchsetzen konnte und eine schriftliche Einstellungszusage vorbehaltlich der amtsärztlichen Untersuchung erhielt. Dort habe ich aus Angst vor Nichteinstellung meine Krankheitsgeschichte nur zum Teil angegeben. Während der Körperuntersuchung wurden frische Selbstverletzungen festgestellt und der Vermerk Borderline-PSK gemacht. Weil ich - aus Mangel an Vorbereitung und Angst vor Nichteinstellung - blöd reagiert habe und von Kratzern der Katze erzählte, war die Geschichte im negativen Sinne) perfekt. Auch ein ergänzend eingereichtes fachärztliches Gutachten einer zweifelsfreien Geeignetheit konnte die Nichteinstellung verhindern.

Ich befinde mich seit 1999 in durchgängiger psychiatrischer Behandlung Antidepressiva) und seit 2004 in durchgängiger psychotherapeutischer Behandlung. Beide Experten bescheinigen mir ein überdurchschnittlich hohes Funktionsniveau sowie eine sehr gute Stabilität und Prognose. Mein Lebenslauf ist seit 2004 letzter Klinikaufenthalt) bis auf die ambulanten Behandlungen ohne weitere stationären Aufenthalte gekennzeichnet. Während der Arbeitstätigkeiten und Studienzeiten gab es keine psychisch bedingten Krankschreibungen. Das Verhalten ist nach außen hin extrem unauffällig und die Depression medikamentös gut im Griff. Der Krankheitsverlauf hat sich stetig stabilisiert.

Ich habe Sozialwesen studiert etwas länger wegen zwei Psychiatrieaufenthalten), anschließend drei Jahre als Diplom-Sozialarbeiter mit einwandfreien Arbeitszeugnissen und Kritiken gearbeitet vorwiegend Offene Kinder- und Jugendarbeit), dann einen aufbauenden Master-Studiengang absolviert und nun möchte ich die wissenschaftliche Karriere Endziel Lehre) ausbauen. Die Leistungen geben das ohne Weiteres her. Das Diplomstudium habe ich als Zweitbeste und das Masterstudium als Beste des Jahrganges absolviert.

Nun habe ich Angst, dass mein Karrierewunsch keine Chance mehr hat. Können Sie mir ein adäquates Vorgehen raten?

Herzlichen Dank vorab
BieneBiene

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