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Allgemeinmedizin

Drogen Effekte auf Sperma, künstliche Befruchtung

von Unbekannt , 13.03.15 18:30
Hallo, ich habe mir die Berichte im Vorfeld durchgelesen und finde eure Arbeit toll. Ich rauche regelmäßig Joints Und konsumieren unregelmäßigen Abständen Kokain. Wird bei einer künstlichen Befruchtung des Risikos eine Fehlgeburt oder eine Fehlbildung zu produzieren erhöht, da hier versehentlich beschädigte Spermien ausgewählt werden können?

Kann ein Spermiogram Erbgutschädigungen im Vorfeld abklären?
Eine kurzfristige Antwort wäre ganz,
toll vielen Dank und macht weiter so

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Re: Drogen Effekte auf Sperma, künstliche Befruchtung

von Cyberdoktor , 13.03.15 20:02
Hallo,

"Wird bei einer künstlichen Befruchtung des Risikos eine Fehlgeburt oder eine Fehlbildung zu produzieren erhöht, da hier versehentlich beschädigte Spermien ausgewählt werden können?"
es gibt recht unterschiedliche Befruchtungsmethoden ( Ablauf einer künstlichen Befruchtung? ). Die einfachste Variante ist die intrauterine Insemination (IUI, übersetzt etwas "Besamung in Gebärmutter"), dabei werden die Spermien über einen Plastikschlauch direkt in die Gebärmutter übertragen. Hier wird eine grosse Anzahl von Spermien verwendet (das gesamte Ejakulat), es greifen dann die üblichen Schutzmechanismen der Natur, d.h. beschädigte Spermien werden normalerweise auf der Strecke bleiben.

Bei der intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) wird dagegen vom Arzt gezielt ein Spermium ausgewählt und in die Eizelle gespritzt. Der Mediziner sieht sich dieses Spermium aber zuvor genau in einer hohen Auflösung im Mikroskop an, er wird nur ein Exemplar nehmen, dass eine perfekte Gestalt und keine Schäden hat.

Anschliessend greift dann auch nach der künstlichen Befruchtung noch die mütterliche Selektion, d.h. eine befruchtete Eizelle mit schweren Erbgutschäden wird in normalerweise im Rahmen eines Frühabort abgestossen.

"Kann ein Spermiogram Erbgutschädigungen im Vorfeld abklären?"
ein normales Spermiogramm kann das nicht, eine Erbgutanalyse ist aber im Allgemeinen auch sinnlos, man kann nicht alle möglichen Gendefekte prüfen. Um auch noch kleinste Restrisiken auszuschliessen: einfach den Konsum einige Monate vor der Zeugung einstellen.

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Beste Grüsse

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Cannabis regelmässig beim Mann, Alkohol in Frühschwangerschaft

von Unbekannt , 17.06.15 15:38
hallo,
ich bin in der 7 ssw. und mein partner kifft seit 10 jahren regelmäßig (täglich)und trinkt auch gerne mal 2-3 bier dazu. trotzdem hat es offensichtlich eine spermie bis in meine eizelle geschafft. ich konsumiere gar nicht und trinke nur unregelmäßig alkohol. leider gerade um den zeitpunkt der zeugung etwas mehr, da wir uns im urlaub befanden und das kind nicht geplant war. meine frage ist, kann der dauerkonsum meines partners (er hat jetzt aufgehört) auswirkungen auf die entwicklung meines ungeborenen kindes haben? können dadurch schäden entstehen, die sonst nicht entstanden wären?
dazu kommt, dass ich auch schon 37 bin und ja sowieso schon ein höheres risiko habe, oder?
vielen dank für die hilfe

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Re: Cannabis regelmässig beim Mann, Alkohol in Frühschwangerschaft

von Cyberdoktor , 18.06.15 13:04
Hallo,

"bin in der 7 ssw."
Glückwunsch!

"mein partner kifft seit 10 jahren regelmäßig (täglich)und trinkt auch gerne mal 2-3 bier dazu. trotzdem hat es offensichtlich eine spermie bis in meine eizelle geschafft."
anders als bei einem Konsum der Mutter in der Schwangerschaft sind vom Cannabis- und Alkoholgebrauch des Vaters keine Auswirkungen auf das Kind zu erwarten, siehe unsere ausführlichen Beiträge oben in diesem Themenblock.

"trinke nur unregelmäßig alkohol. leider gerade um den zeitpunkt der zeugung etwas mehr, da wir uns im urlaub befanden und das kind nicht geplant war."
in der Frühschwangerschaft kurz nach der Zeugung wissen viele Frauen noch nicht von der Befruchtung und trinken Alkohol, das ist nicht so schlimm, wenn dann nun konsequent auf den Alkoholkonsum verzichtet wird. Siehe auch unser Themenblock unerwartet Schwanger, Alkohol konsumiert . Ab jetzt aber wirklich gar keinen Alkohol, keinen Tropfen! Natürlich auch nicht rauchen, bitte auch vom Frauenarzt über sonstige Verhaltensregeln in der Schwangerschaft beraten lassen.

"dazu kommt, dass ich auch schon 37 bin und ja sowieso schon ein höheres risiko habe, oder?"
der Frauenarzt wird in Ihrem Alter engmaschiger überwachen, in der Regel geht aber alles gut. Wir wünschen Ihnen eine gesunde Schwangerschaft und schöne Geburt.

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