| Medizinforen : Allgemeinmedizin |
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eva (Unregistriert) 25/01/02 23:07 |
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Rhinitis | Antwort schreiben |
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Ich habe seit nunmehr zwei Jahren Schnupfenbeschwerden, die aber nur morgens auftreten und nach ca. einer Stunde vollständig abgeklungen sind und den ganzen Tag nicht mehr auftreten. Ich bin mehrfach auf Allergien getest worden, allerdings ohne jeglichen Befund. Es ist auch völlig egal wo ich schlafe. Ich habe seitdem in mehreren verschiedenen Wohnungen, Ländern und Kontinenten gelebt und überall genau die gleichen Symptome. Mein Arzt rät mir zu einer Begradigung der Nasenscheidewand, aber er scheint mir auch nicht sagen zu können, ob das Problem damit behoben werden kann. Vielleicht gibt es ja eine andere Lösung. Ich habe eine zeitlang ein kortisonhaltiges Nasenspray benutzt, was auch geholfen hat, aber dafür musste ich es jeden Tag morgens und abends benutzen. Ich nehme das Spray seit drei Monaten nicht mehr mit unveränderten Symptomen. Ich wäre dankbar, wenn mir jemand einen Rat geben könnte. | |||
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Cyberdoktor (stranger) 27/01/02 03:32 |
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Re: Rhinitis | Antwort schreiben |
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Liebe Eva, tatsächlich klingen die von Ihnen geschilderten Beschwerden a.e. nach einer allergischen Ursache. Hierfür spricht auch die Besserung nach Anwendung von kortisonhaltigem Nasenspray. Aber auch mechanische Reizungen, z.B. durch Fehlstellungen der Nase, können entzündliche Reaktion mit Folge eines Anschwellens der Nasenschleimhäute bewirken. Aber es gibt durchaus auch andere Patienten mit HNO-ärztlicher unaufälligen Untersuchungsbefund, die an einer chronischen, nichtallergischen Rhinitis leiden. Kortikoid-Sprays greifen sowohl bei einer allergisch bedingten, als auch bei einer nicht-allergisch bedingten Nasenschleimhautschwellung greifen in den Histaminfreisetzungs- sowie den Entzündungsmechanismus ein und führen ursachenunabhängig zu einer Abschwellung der Schleimhäute. Eine Standarttherapieversuch ist daher die Gabe eines solchen Präparates zweimal täglich über sechs Wochen. Ein erster Erfolg ist nach etwa sieben bis zehn Tagen zu erwarten. Bleibt die konservative Therapie erfolglos, wird als verbleibende Möglichkeit eine operative Verkleinerung der unteren Nasenmuscheln (Konchotomie) empfohlen – ein Therapieerfolg kann (wie auch bei anderen Op´s) nicht garantiert werden. Um Ihr Problem zu lösen, bietet sich zunächst eine intensive Beratung mit Ihrem behandelnden Arzt, ggf. eine erneute Untersuchung bei einem HNO-Arzt, bzw. einem Allergologen – unter Vorlage aller bisherigen Untersuchungsergebnisse – an. Sollten neben der Rhinitis-Symptomatik auch andere Symptome wie Fieberschübe, Kopfschmerz oder ein Gewichtsverlust bestehen, muss auch eine Auto-Immunerkrankung als Ursache Ihrer Beschwerden ausgeschlossen werden. Alles Gute wünscht Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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