Medizinforen : Allgemeinmedizin
AnneAri
(Unregistriert)
14/11/06 06:42
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geschwollene Finger

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Hallo!
Seit ca.1 Jahr habe ich ständig geschwollene Finger.Egal ob es warm oder kalt ist, mal mehr, mal weniger. Als erstes setzte ich die Pille ab(hätte ja sein können, das ich sie nicht mehr vertrage). Danach war ich beim Arzt, ließ mein Blut untersuchen, das war in Ordnung. Die Ärztin schickte mich zur Rheumologin, diese führte viele Tests(Blut u.Urin) mit mir durch, diese waren dann auch in Ordnung. Allerdings sagte mir meine Ärztin auch, das es auch Rheumatische Erkrankungen gibt, die man nicht nachweisen kann!? EKG war auch normal.
Hauptsächlich schwellen die unteren Glieder an, sind sie mal wieder besonders dick, schmerzen mir dabei auch die Fingergelenke. Aber alles im erträglichen Rahmen. Auf Druck gibts keine Dellen, so das es keine Wasereinlagerung sein kann. Ansonsten habe ich keine Beschwerden, außer Probleme mit meiner linken Schulter(bin in Physiotherapie-Behandlung), die Probleme habe ich aber schon ca.4 Jahre, also schon lange bevor ich "dicke"finger bekam. Kann mir irgend jemand vielleicht einen Tip geben, was es sein könnte? Könnte es auch eine Allergie auf etwas Eßbares sein, oder äußert sich das anders?
Vielen Dank schon mal, vielleicht hat ja jemand ein paar Ratschläge, denn ich denke, ohne Grund sind meine Finger nicht dauergeschwollen. Nur hätte ich halt auch gern die Ursache gewußt, ist ja nun schon nen Jahr.
Viele Grüße Annett


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Cyberdoktor
(stranger)
18/11/06 20:44
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Re: geschwollene Finger

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Liebe Annett,

"Seit ca.1 Jahr habe ich ständig geschwollene Finger.Egal ob es warm oder kalt ist, mal mehr, mal weniger. Als erstes setzte ich die Pille ab(hätte ja sein können, das ich sie nicht mehr vertrage)."
war einen Versuch wert, bei solchen Problemen müssen stets Medikamentennebenwirkungen ausgeschlossen werden.

"Danach war ich beim Arzt, ließ mein Blut untersuchen, das war in Ordnung. Die Ärztin schickte mich zur Rheumologin, diese führte viele Tests(Blut u.Urin) mit mir durch, diese waren dann auch in Ordnung. Allerdings sagte mir meine Ärztin auch, das es auch Rheumatische Erkrankungen gibt, die man nicht nachweisen kann!?"
jedenfalls nicht mit den Standardtests.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, das nach der Ursache der von Ihnen beschriebenen Schwellungen gesucht wird - möglich sind ja verschiedene Auslöser. Eine grobe Unterscheidung ist die zwischen Ödem und schmerzhafter Schwellung. Eine schmerzhafte Schwellung der Fingergelenke mit dem typischen Morgenschmerz, kann z.B. im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung auftreten, aber auch verschleißbedingte Gelenkschwellungen können zugrunde liegen.

Ein lokales Ödem der Finger kann auch bei einer Lymph- oder Blutstauung unterschiedlicher Ursachen (u.a. Thrombosen, Übergewicht, Nieren - und Herzerkrankungen, bis hin zu einer Gefäßkompression durch Tumorwachstum) auftreten. Eine Möglichkeit bei zyklisch auftretenden Beschwerden wäre auch ein sog. prämenstruelles Ödem im Rahmen einer beginnenden Regelblutung oder Schilddrüsenerkrankungen.

Auch wenn die seit einem Jahr auftretende Symptomatik gegen eine Akuterkrankung spricht, sehen sie, dass ihr sehr unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. In jedem Falle bedürfen die Fingerschwellungen einer weiteren ärztlichen Abklärung, da sich im Einzelfall auch eine tiefergreifende Erkrankung hinter einer solchen Symptomatik verbergen kann, sind weitere Untersuchungen geplant?

"Auf Druck gibts keine Dellen, so das es keine Wasereinlagerung sein kann."
das wäre kein 100% sicheres Zeichen.

"Könnte es auch eine Allergie auf etwas Eßbares sein, oder äußert sich das anders?"
Eine Allergie würde sich vermutlich nicht nur in geschwollenen Fingern äussern.

Wurde bereits ein Behandlungsversuch gemacht (z.B. Cortison)?

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AnneAri
(Unregistriert)
19/11/06 06:17
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Re: geschwollene Finger

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Vielen Dank erstmal, das ihr mir geantwortet habt.ICh werd eure Tipps mal bei meiner Ärztin anbringen(sie ist sehr kompetent)und mal schauen, ob irgendwas gefunden wird. Übergewicht hab ich z.B.nicht, bin 1,64 und wiege 55kg mit meinen 31 Jahren(meine 3 Hunde halten mich auf Trab :-)),Zyklus abhängig ist es auch nicht(hatte ich auch erst gedacht). Na mal sehen, ich danke auf jeden Fall herzlich für Eure Antwort.
Einen schönes Wochenende. Liebe Grüße Annett


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Miedl
(Unregistriert)
07/12/06 16:40
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Re: geschwollene Finger

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Hallo. Ich habe das gleiche Problem seit einem halben Jahr. Meine Ärztin sagte erst, dass ich Ruhe brauche und nun hat sie mir ein homöopathisches Mittel bei Erkrankungen des Bewegungsapparates verschrieben.Das nehme ich jetzt seit zwei Wochen und es ist extrem schlimmer geworden. Ist bei dir was neues rausgekommen?


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Unbekannt
(Unregistriert)
24/01/07 00:12
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Re: geschwollene Finger

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Hallo, ich hatte die prall geschwollenen Finger im Sommer 06 nach einer Rachenentzündung bis jetzt, sehr schmerzhaft, weil nicht nur Gelenke, sondern auch Muskeln, Sehnen, etc. mit entzündet sind ( siehe rheuma-online.de : Daktylitis oder infektreaktive Arthritis.) Diclofenac oder Ibuprofen reichen nicht, weil immer mehr Gelenke betroffen sind und sich noch verschlimmert( Hüfte, gr.Zeh,Fersen, Knie, Schulter, Ellbogen,Handgelenke,...)Verdacht auf postinfektiöse Arthritis, vermutlich aber eher Psoriasis-Arthritis = Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung.Borreliose wurde ebenso wie Fibromyalgie bei mir ausgeschlossen. Basistherapie mit Sulfasalazin mußte ich trotz Besserung der starken Schwellung der Finger wegen zu hoher Leberwerte absetzen, obwohl dies eher eine seltene Nebenwirkung bei Sulfasalazin sei. Jetzt nächster Versuch mit geringer Dosierung von Methotrexat. Viel Glück!


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Cyberdoktor
(stranger)
25/01/07 18:53
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Re: geschwollene Finger

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Liebe Annett,

"ich hatte die prall geschwollenen Finger im Sommer 06 nach einer Rachenentzündung ...Verdacht auf postinfektiöse Arthritis"
das kommt durchaus vor.

"vermutlich aber eher Psoriasis-Arthritis = Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung."
haben Sie entsprechende Hauterscheinungen?

"Basistherapie mit Sulfasalazin mußte ich trotz Besserung der starken Schwellung der Finger wegen zu hoher Leberwerte absetzen...Jetzt nächster Versuch mit geringer Dosierung von Methotrexat."
Methotrexat ist ohnehin Mittel der Wahl, im Vergleich zu Methotrexat ist Sulfasalazin weniger wirksam und hat keinen Effekt auf die Haut.

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