| Medizinforen : Allgemeinmedizin |
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Unbekannt (Unregistriert) 26/01/05 23:57 |
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Liviella | Antwort schreiben |
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Hallo, Liviella ist ein neuartiges Sexualhormon zur Behandlung von Beschwerden in der Postmemopause. Dieses Produkt befindet sich noch immer in einer Testphase und ist noch nicht für den Markt freigegeben. Ich nehme es bereits 5 Jahre, da ich ein Brustkrebspatient bin und eigentlich gar kein Hormonpräperat nehmen darf. Dieses Produkt soll (bei Freigabe auf den Markt) jedoch das "Einzige" sein, was man auch bei Brustkrebs nehmen kann. Nach einer längeren Einnahmepause stelle ich fest, es geht nicht gut ohne. Ich muss das Produkt (trotz Testphase) wieder nehmen. Können Sie, oder auch Leser etwas zu diesem Produkt sagen? Mein Arzt befürwortet die Einnahme, macht mich jedoch wiederholt darauf aufmerksam, dass es sich hier um ein nicht freigegebenes Produkt handelt?! Wieso kann man ein solches Produkt überhaupt erwerben, bzw. hier zahlt sogar die Krankenkasse ?? Lieben Dank für Ihre Antwort! | |||
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Unbekannt (Unregistriert) 27/01/05 05:22 |
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Re: Liviella | Antwort schreiben |
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Hallo, ich bin an Endometriose erkrankt und habe in diesem Zusammenhang schon öfter von Liviella als Hormonersatz bei künstlichen Wechseljahren gehört. Die Infos, die ich fand, hören sich eher so an, als ob es eine Zulassung dafür gibt. Z.B. kann man es auch ganz einfach bei Docmorris bestellen. Vielleicht gibt es bezüglich Brustkrebs "nur" eigente Testreihen, die noch nicht abgeschlossen sind? | |||
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Cyberdoktor (stranger) 29/01/05 23:14 |
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Re: Liviella | Antwort schreiben |
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Hallo, Tibolon (Liviella®) ist in Deutschland zugelassen. Der Hersteller informiert, dass Liviella (Tibolon 2,5 mg) zur Behandlung klimakterischer Symptome bei postmenopausalen Frauen zugelassen ist - "Präklinische und klinische Befunde zeigen, dass sich die Wirkung von Liviella auf das Brustgewebe von Östrogen-Gestagen-Therapien unterscheidet. Liviella bewirkt keine Stimulation der Proliferation von Brustdrüsenzellen und führt zu keiner Zunahme der mammographischen Dichte." Zur weiteren Information haben wir Ihnen zwei Artikel aus der Ärztezeitung herausgesucht: "Hormonersatztherapie in der Postmenopause / Tibolon - Studie in Phase IV mit 1000 Frauen gerade abgeschlossen 80 Prozent der Probandinnen vertrugen Tibolon gut bis sehr gut München (wst). Seit 15 Monaten steht auch in Deutschland mit Tibolon eine neue Alternative zur herkömmlichen Hormonersatztherapie in der Postmenopause zur Verfügung. In einer gerade abgeschlossenen Phase-IV-Studie mit knapp 1000 Frauen ist der Substanz Tibolon jetzt erneut eine hohe Wirksamkeit gegen postmenopausale Beschwerden sowie eine gute Verträglichkeit bestätigt worden. Einbezogen in die Untersuchung waren 174 Prüfzentren mit insgesamt 981 Frauen mit postmenopausalen Beschwerden ohne Hormonsubstitution im Alter von 45 bis 70 Jahren. Das sagte Professor Hans Peter Zahradnik aus Freiburg, einer der Studienleiter, auf einer vom Unternehmen Organon veranstalteten Pressekonferenz während des 53. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie in München. Um Befindlichkeitsveränderungen unter einer viermonatigen Therapie mit Tibolon (als Liviella® vom Unternehmen Organon auf dem Markt) zu quantifizieren, wurden bei den Frauen mit der Menopause-Rating-Skala Version II (MRS II) typische klimakterische oder postmenopausale Beschwerden vor Behandlungsbeginn und am Ende der Behandlungsphase gewichtet abgefragt. Dabei wurde vor Behandlungsbeginn ein mittlerer Beschwerde-Summenscore von 15 ermittelt, der im Verlauf der viermonatigen Therapie mit Tibolon hoch signifikant auf sechs abgesunken war. Im globalen Urteil bewerteten: 70 Prozent der Studienteilnehmerinnen die Wirkung von Tibolon mit gut bis sehr gut, zehn bis 20 Prozent mit mäßig und zehn Prozent waren deutlich unzufrieden. Eine gute bis sehr gute Verträglichkeit bescheinigten Tibolon 80 Prozent der befragten Frauen. Immerhin 30 Prozent der Studienteilnehmerinnen bemerkten unter Tibolon eine angenehm gesteigerte Libido, was durch die leicht androgene Wirkung der Substanz erklärt werden könnte. Zehn Prozent machten diesbezüglich keine Angaben oder beklagten eine reduzierte Libido während die restlichen 60 Prozent durch die Therapie mit Tibolon keine Veränderung ihres Sexuallebens erfuhren. Die häufigsten unerwünschten Begleiterscheinungen waren mit rund 50 Nennungen unspezifische zentralnervöse oder neurologische Symptome gefolgt von genitalen Blutungen mit 44 Nennungen, Hautproblemen, Gewichtszunahmen und psychischen Befindlichkeitsstörungen. Bei 31 Frauen traten während der Tibolonbehandlung schwerere unerwünschte Ereignisse auf. Es waren vor allem Herz-Kreislaufbeschwerden, die bei zwölf Frauen zum vorzeitigen Abbruch der Hormonersatztherapie führten. Am 13.05.2002 schrieb die Ärzte Zeitung: Mit Tibolon wird Brust nur selten röntgendicht CANNES (grue). Bei Frauen, die wegen klimakterischer Beschwerden mit Hormonen behandelt werden, verdichtet sich häufig das Brustgewebe. Bei Behandlung mit dem synthetischen Hormon Tibolon kommt diese Verdichtung offenbar viel seltener vor. Professor Bo von Schoultz vom Karolinska Hospital in Stockholm in Schweden hat in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie die Effekte verschiedener Hormontherapien auf die im Mammogramm sichtbare Dichte der Brust geprüft. 165 Frauen in der Postmenopause wurden in drei Gruppen aufgeteilt: Sie erhielten entweder eine kontinuierlich kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) mit Östradiol und Norethisteronacetat, Tibolon (Liviella®) oder Placebo. Nach sechs Monaten hatte jede zweite Frau aus der Östrogen-Gestagen-Gruppe eine mammographisch gesicherte Dichtezunahme des Brustgewebes, in der Tibolon-Gruppe betraf das nur sechs Prozent der Frauen. Mit Placebo hatte sich das Gewebe nicht verändert. Mammographisch dichtes Brustgewebe sei als unabhängiger Risikofaktor für Brustkrebs zu werten, sagte der schwedische Forscher bei einem Symposium des Unternehmens Organon in Cannes in Frankreich. Die Gewebsdichte sei von Frau zu Frau sehr unterschiedlich und werde unter anderem durch das Alter und das Körpergewicht beeinflußt. Auch eine HRT könne die Gewebsdichte der Brust erhöhen, wie die neuen Daten erneut bestätigten. Als Alternative zur HRT böte sich Tibolon an, so von Schoultz: Diese Substanz habe östrogene, gestagene und milde androgene Effekte und stimuliere offenbar kaum das Brustgewebe. Beste Grüße vom Cyberdoktor-Team | |||
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Unbekannt (Unregistriert) 30/01/05 01:34 |
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Re: Liviella | Antwort schreiben |
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Vielen Dank für die ausführliche Auskunft. Die Antwort vom Hersteller Organon GmbH war ähnlich positiv, außer den Zusatz "Bei bestehenden oder abgelaufenen Brustkrebs, empfehlen wir jedoch k e i n Liviella zu verwenden, sondern den Ablauf der Studie abzuwarten!" Ich nehme sie trotzdem, denn eine Alternative gibt es für mich nicht. Nach dem Motto: lieber noch einige Zeit gut leben, als lange und dafür schlecht! | |||
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