Medizinforen : Kinderheilkunde
Unbekannt
(Unregistriert)
21/10/09 12:42
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Verdauungsprobleme, Koliken? Säugling schreit viel.

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Da ich an meiner Grenze angekommen bin,wende ich mich jetzt an Sie und hoffe auf einen Rat.
Es geht um meinen Sohn Julian,16 Wochen alt,wird nicht gestillt. Seit Geburt hat er starke Bauchschmerzen,selten Stuhlgang und schreit vor Schmerzen.Erst wurde Drei-Monats.Koliken diagnostiziert. Seit seiner 11.Lebenswoche sind die Schmerzen aber stärker geworden. Stuhlgang hat er ganz selten, oftmals helfen wir nach mit Fieberthermometer. Auch das klappt allerdings nicht immer. Wenn er Stuhlgang hat, dann schreit er sofort nach Abgang des Stuhls und das schreien hält ca.3-4 Stunden an. Er ist nicht Verstopft, so denn der Stuhl ist flüssig bis weich. Beim Winde lassen verkrampft er sich ein wenig, wenn dann die Winde abgegangen sind schreit er ebenfalls für etliche Minuten bis Stunden. Bei einem erneutem Besuch beim Kinderarzt konnte er sich nur noch vorstellen, das unser Sohn einen nervösen Magen und Darm hat. Er habe keinen geblähten Bauch, die Magen- und Darmgeräusche seien normal. Er empfahl uns laktosereduzierte Nahrung um festzustellen ob eine Laktoseintoleranz vorliegt. Novalac BK1 bekommt Julian jetzt seit einer Woche. Es schien erst besser zu werden. Bis es dann am Freitag Nachmittag so schlimm wurde, das wir ins Krankenhaus fuhren. Dort untersuchte man Julian, stellte nichts neues fest und verschrieb uns Babylax. Samstags Nachmittags quälte sich Julian dann wieder. Darauf hin machten wir einen Einlauf und Julian hatte Blut im Stuhl. Erneut fuhren wir ins Krankenhaus. Daraufhin tastete der Arzt Bauch und Leisten ab. Eine Invagination sei ausgeschlossen, die Magen-und Darmgeräusche normal, die Ohren seien ok und das Blut im Stuhl sei Schleimhaut die abgegangen sei. Wir sollen die neue Nahrung 2 Wochen geben, vorher kann man nicht sagen ob sie hilft. Seit Sonntag schreit Julian jetzt vermehrt. Er kommt zudem nicht zur Ruhe, weint immer wieder im Schlaf auf... Wir brauchen durchschnittlich 2 Stunden bis er schläft. Wenn er schläft, dann schläft er lange. Auch nachts schläft er durch..Er krümmt sich immer wieder und weint auf aber wird nicht wach. Gestern hatte er erneut Blut im Stuhl, dieses mal keine Schleimhaut sondern Blut, in der Art wie eine Wunde an der Blut sowie Wundflüssigkeit abgeht. Der Kinderarzt sagte, wir sollen abwarten und beobachten. Seit ca. 2 Wochen stosst Julian auch immer wieder auf. Danach folgt ein schriler ca. 2 Sekunden lang dauernder Schrei. Auch das sollen wir beobachten.
Ich weiss nicht mehr weiter. Ich merke das etwas nicht stimmt und bemerke das sich Julians Gesamtsituation verschlechtert hat. Er kommt seltener zur Ruhe,seit ca. 3 Tagen isst er auch nicht mehr viel. Er hat immer weniger gegessen als angegeben aber inzwischen kommen wir auf maximal 400-500 ml. Das sei aber nicht bedenklich laut Arzt, denn Julian würde wachsen und gedeihen.

Was sagen sie? Sollen wir weiter beobachten oder auf weiter Untersuchungen bestehen? Und was halten sie im allgemeinen von Julians Geschichte?
Vielen Dank für ihre Antwort


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Cyberdoktor
(stranger)
23/10/09 01:01
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Re: 16 Wochen alter Säugling scheit vor Schmerzen

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Hallo,

"Es geht um meinen Sohn Julian,16 Wochen alt,wird nicht gestillt."
das ist schade, es wäre optimal gewesen, den Kleinen für einige Monate zu stillen. Wird nicht gestillt, ist es auch kein Drama, man sollte aber mit dem Kinderarzt über die geeignete Ernährung sprechen.

" Seit Geburt hat er starke Bauchschmerzen,selten Stuhlgang und schreit vor Schmerzen."
es ist bei Säuglingen keinesfalls stets möglich, eine eindeutige Ursache dafür zu finden, warum ein Kind schreit. Babys schreien extrem ausdauernd und für die Eltern äusserst alarmierend aus den unterschiedlichsten Gründen, z.B. aus Durst oder Hunger, um elterliche Nähe zu erzwingen, bei der Verarbeitung der tagsüber erlebten Reize, bei minimalen Beschwerden (wie etwas Luft im Bauch) und, und, und. Die lieben Kleinen haben in den ersten Lebensmonaten nur diese eine Art sich bemerkbar zu machen: schreien, laut und ausdauernd. Eltern sind dann meist am Rande eines Nervenzusammenbruchs, der Säugling ist aber völlig gesund. Sie sollten daher nicht so pauschal davon ausgehen, dass Julian an Schmerzen leidet.

"Erst wurde Drei-Monats.Koliken diagnostiziert."
eine beliebte "Diagnose", leider nicht sehr handfest, meist wird dieser Stempel völlig gesunden Kindern aufgedrückt, die vermutlich eher aus anderen Gründen als Magen-Darm-Problemen häufiger schreien (z.B. Verarbeitung von täglich stattfindenden Sinneseindrücken, Reaktion auf das Verhalten der Eltern etc.).

" Seit seiner 11.Lebenswoche sind die Schmerzen aber stärker geworden. Stuhlgang hat er ganz selten, "
besorgte Eltern sollten mit dem Kinderarzt besprechen, ob das Kind zu selten Stuhlgang hat. Auch ein Säugling, der nur alle 5 Tage Stuhlgang hat, kann ganz normal verdauen.

"oftmals helfen wir nach mit Fieberthermometer."
das sollten Sie nie wieder so machen (Verletzungsgefahr!). Das Sie überhaupt eine derartige Methode anwenden, lässt auf einen erhöhten Beratungsbedarf durch den Kinderarzt schliessen, reden Sie mit dem Arzt (bzw. den Experten in einer Schreibaby-Ambulanz, siehe unten).

" Auch das klappt allerdings nicht immer. Wenn er Stuhlgang hat, dann schreit er sofort nach Abgang des Stuhls und das schreien hält ca.3-4 Stunden an."
es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass der Stuhlgang das Problem ist.

" Er ist nicht Verstopft, so denn der Stuhl ist flüssig bis weich."
das ist doch prima.

" Beim Winde lassen verkrampft er sich ein wenig, wenn dann die Winde abgegangen sind schreit er ebenfalls für etliche Minuten bis Stunden."
das wäre überhaupt nicht ungewöhnlich.

" Bei einem erneutem Besuch beim Kinderarzt konnte er sich nur noch vorstellen, das unser Sohn einen nervösen Magen und Darm hat."
Ihre Schilderung lässt diese Vermutung nicht unbedingt zu. Wir wären mit solchen Äusserungen vorsichtig, das man so Eltern sonst ganz schnell Sorgen einimpft.

" Er habe keinen geblähten Bauch, die Magen- und Darmgeräusche seien normal."
positiv.

" Er empfahl uns laktosereduzierte Nahrung um festzustellen ob eine Laktoseintoleranz vorliegt."
wenn doch die Verdauung normal ist, macht eine Ernährungsumstellung keinen Sinn.

"Darauf hin machten wir einen Einlauf"
bitte nur nach ärztliche Anweisung.

" und Julian hatte Blut im Stuhl."
Einläufe und auch Ihre äusserst gefährliche Thermometermethode können Schleimhautverletzungen auslösen, dann sieht man Blut auf dem Stuhl bzw. in der Windel.

"Wir brauchen durchschnittlich 2 Stunden bis er schläft. Wenn er schläft, dann schläft er lange."
das kommt auch bei gesunden Kindern vor.

" Auch nachts schläft er durch."
eigentlich ist das positiv.

"Er krümmt sich immer wieder und weint auf aber wird nicht wach."
Säuglinge jammern nachts, das wäre nichts Besonderes.

" Gestern hatte er erneut Blut im Stuhl, dieses mal keine Schleimhaut sondern Blut, in der Art wie eine Wunde an der Blut sowie Wundflüssigkeit abgeht. Der Kinderarzt sagte, wir sollen abwarten und beobachten."
normalerweise ist das richtig.

" Seit ca. 2 Wochen stosst Julian auch immer wieder auf."
viele Kinder in diesem Alter stossen auf bzw. haben Blähungen. Blähungen sind nichts Besonderes und gehören bei allen Menschen zur Verdauung, Säuglinge verschlucken aber recht viel Luft.

Sie sollten darauf achten, dass der Sohnemann nach den Mahlzeiten immer ausreichend aufstößt, damit die Luft, die er während des Trinkens mitgeschluckt hat, wieder entweichen kann. Manchmal hilft es auch, das Bett zusätzlich etwas schräg zu stellen (Kopf nach oben). Außerdem können Sie mindestens einmal täglich den Bauch im Uhrzeigersinn (etwa 10-15 Min.) massieren, z.B. mit Öl. Sie können Ihm auch zwischendurch immer mal etwas Fencheltee anbieten. Auch "Radfahren" (die Beinchen des Kindes wie beim Radfahren rhythmisch bewegen) hilft manchmal, genauso, das Kind in Bauchlage zu tragen (oder zu legen) evtl. auf einem warmen Kirschsteinsack oder einer Wärmflasche (Vorsicht: manche Kinder spucken dabei). Akut hilft es, den Bauch zu föhnen- nicht zu heiß, die eigene Hand immer daneben halten (die meisten Kinder entspannen dann sofort, kann man gut sehen, wenn die zur Faust geballten Händchen entspannen).

Denken Sie bei Schrei-Attacken aber immer daran, nicht zu viel auf einmal und nicht zu schnell hintereinander zu tun, das macht die Kinder nur noch unruhiger. Kleine Säuglinge brauchen mindestens etwa 30 Minuten, bis sie feststellen, ob etwas gut ist oder nicht- lassen Sie ihm die Zeit. Außerdem überträgt sich die Unruhe der Eltern auf das Kind- versuchen Sie also selber ruhiger, gelassener zu werden. Vielleicht können Ihnen Ihre Eltern oder Freunde vorübergehend unter die Arme greifen, damit Sie auch tagsüber mal etwas zur Ruhe kommen können.

" Ich merke das etwas nicht stimmt und bemerke das sich Julians Gesamtsituation verschlechtert hat. Er kommt seltener zur Ruhe"
reden Sie mit dem Kinderarzt über Ihre Ängste, lassen Sie sich versichern, dass alles in Ordnung ist.

" maximal 400-500 ml. Das sei aber nicht bedenklich laut Arzt, denn Julian würde wachsen und gedeihen."
letzteres ist sehr wichtig (und sollte Eltern beruhigen). Die Trinkmenge von
Säuglingen variiert recht stark, 500ml wären bei einigen Kindern durchaus noch in Ordnung, ist ein Kind für einige Tage etwas trinkfaul, kann es z.B. an Zahndurchbrüchen oder Infektionen liegen, man sollte dann einfach beim Kinderarzt nachfragen.

"Ich weiss nicht mehr weiter. "
Sie stehen mit diesen Problemen nicht allein, zahlreiche Eltern werden vom scheinbar unmotiviert schreienden Kindern zermürbt, daher haben viele grössere Kinderkliniken im Rahmen von Sozialpädiatrischen Zentren eine Schreibaby-Ambulanz eingerichtet, die wesentlich weitere Hilfestellung geben kann als ein normaler Kinderarzt.

"Was sagen sie? Sollen wir weiter beobachten oder auf weiter Untersuchungen bestehen?"
wurden bereits, wie im Falle Ihres Sohnes, bei häufig schreienden Kindern diverse Untersuchungen durchgeführt, ohne dass Auffälligkeiten gefunden wurden, ist es vor weiteren Untersuchungen meist sinnvoll, dass eine Schrei-Baby-Ambulanz in einer Uni-Kinderklinik aufgesucht wird. Sie sollten einfach Ihren Forumsbeitrag als Gedächtnisstütze ausdrucken und den Ärzten genau wie uns all diese Sorgen schildern. Schreiben Sie uns, wie Ihnen dort geholfen wird.

" Und was halten sie im allgemeinen von Julians Geschichte?"
zunächst sehen wir keine dramatischen Auffälligkeiten, wir raten aber dringend zur Beratung in einem der Uni-Zentren, dort kann man den besorgten Müttern und Vätern meist viele gute Tipps geben, häufig reagieren frischgebackene Eltern falsch auf die Unmutsäusserungen der Kinder und tragen zu deren Verstärkung bei, z.B. sehen wir bezüglich Ihrer Einschätzung der kindlichen Verdauung noch Beratungsbedarf, dass Sie sogar mit einem Thermometer "nachhelfen", dürfte für das Kind alles andere als angenehm sein, fragen Sie auch da einmal bei den Klinikärzten nach.

Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden

Ihr Cyberdoktor-Team
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Opal
(stranger )
08/10/10 10:55
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Laktoseintolleranz / Kuhmilchallergie? (intensives , stundemlanges Schreien )

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Hallo liebes CD-Team,

auch ich vermute bei meiner Tochter 3Monate) eine Unverträglichkeit auf Milchzucker oder -eiweiß. Seit 2 Wchen nach der Entbindung hat sie Beschwerden. Es fing mit Unruhe an, hat sich zu intensiven , stundemlangen Schreien gesteigert. Am schlimmsten war es beim Stillen bzw. füttern mit Flasche. Sie lief rot an, hat sich gewunden und hin- und her geworfen, die Beinchen angezogen und geschrien wie am Spieß. Eine Fütterung konnte Stunden dauern und sie hatte trotzdem nicht viel getrunken. Lefax Co. half nichts. Waren auch im Krankenhaus, körperlich konnte nichts festgestellt werden. Gewichtszunahme war an unteren Limit. Die Kinderärztin meinte es seien Koliken. Da s immer schlimmer wurde hab ich schließlich einen Selbsttest gemacht und 1 Wohe komplatte auf alle Loktose- oder Kuhmilchhaltigen Lebensmittel verzichtet... 2 Tage später wurde es schlagartig besser, Trinkmengen sind nach oben geschnellt, sie trinkt ordentlich und ohne schreien etc. Meine Kinderärztin meinte gestern jedoch es könnte nicht an Laktose oder Kuhmilch liegen da ich ja stille - und gesetz dem Falle das es doch so wäre soll ich halt aufpassen was ich esse Ein Test wurde verweigert Wie ist Ihre Meinung - sollte es nicht wenigstens getestet werden um ggf.reagieren zu können?


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Cyberdoktor
(stranger)
08/10/10 13:08
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Re: Laktoseintolleranz / Kuhmilchallergie? (intensives , stundemlanges Schreien )

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Liebe wird,

"auch ich vermute bei meiner Tochter 3Monate) eine Unverträglichkeit auf Milchzucker oder -eiweiß. Seit 2 Wchen nach der Entbindung hat sie Beschwerden. Es fing mit Unruhe an, hat sich zu intensiven , stundemlangen Schreien gesteigert."
auch kerngesunde Säuglinge haben genug Energie für stundenlange Schreianfälle.
Man sollte dann nicht automatisch eine Milchzucker- oder sonstige Unverträglichkeit vermuten (wäre sehr unwahrscheinlich), sondern zunächst an naheliegende Ursachen (z.B. Reizüberflutung) denken.

"Am schlimmsten war es beim Stillen bzw. füttern mit Flasche. Sie lief rot an, hat sich gewunden und hin- und her geworfen, die Beinchen angezogen und geschrien wie am Spieß. Eine Fütterung konnte Stunden dauern und sie hatte trotzdem nicht viel getrunken. "
vielen Säuglingen gefällt der Milchkonsum aus der von der Natur gestalteten attraktiven Verpackung besser eine Flasche angeboten, kommt die akustische Strafe für die Eltern.

"Waren auch im Krankenhaus, körperlich konnte nichts festgestellt werden. Gewichtszunahme war an unteren Limit. Die Kinderärztin meinte es seien Koliken."
extreme Unmutsphasen der Säuglinge werden häufig so genannt (auch um den armen Eltern eine verständliche Erklärung zu gegeben), auch wenn in der Regel keine echte Kolik vorliegt.

"Da s immer schlimmer wurde hab ich schließlich einen Selbsttest gemacht und 1 Wohe komplatte auf alle Loktose- oder Kuhmilchhaltigen Lebensmittel verzichtet... 2 Tage später wurde es schlagartig besser, Trinkmengen sind nach oben geschnellt, sie trinkt ordentlich und ohne schreien etc. "
von der Mutter aufgenommene Milch hat keinen Einfluss auf die stets in perfekter Zusammensetzung frisch produzierte Muttermilch. Diese wird aus den Grundbausteinen komplett neu zusammengesetzt, ob die Mutter Kuh-, Soja-, Ziegen- oder keine Milch konsumiert, ist also bezüglich des Milchzuckergehalts völlig egal.

"Meine Kinderärztin meinte gestern jedoch es könnte nicht an Laktose oder Kuhmilch liegen da ich ja stille -"
in seltenen Fällen können bereits Säuglinge keine Laktose vertragen, das würde dann auch die Muttermilch betreffen. Wäre aber sehr unwahrscheinlich, ausserdem würde sich deutlich Verdauungs- und Gedeihstörungen zeigen.

"wäre soll ich halt aufpassen was ich esse"
was Sie essen, ist in Hinblick auf den Laktosegehalt der Muttermilch egal.

" Ein Test wurde verweigert Wie ist Ihre Meinung - sollte es nicht wenigstens getestet werden um ggf.reagieren zu können?"
wenn Ihre Kleine sichtlich gesund ist, gut gedeiht und die Schreiattacken in den Augen der Ärzte im Rahmen liegen, sind Tests unnötig. Im Zweifel kann eine Schreibabyambulanz entnervten Eltern gute Tipps geben.
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Ihr Cyberdoktor-Team

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Huelyao
(stranger )
30/10/10 02:44
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Baby Verdauungsprobleme

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Liebes Cyberdoktor-Team,

mein 9 Monate alter Sohn hat seit der Geburt Verdauungsbeschwerden. Jeder Stuhlgang und jedes Blähen hat sich mit unendlich langen und quälenden Schreiphasen angekündigt. Danach war meistens für kurze Zeit Ruhe.

Leider hat sich das Problem bis heute weder verbessert noch gelegt. Er meckert und schreit fürchterlich und drückt bis er richtig rot wird, aber es kommt nix. Wenn ich dann mit Zäpfchen Kümmelzäpfchen und Glycilaxbeides vom Arzt)) nachhelfe, ist der Stuhl total flüssig und unauffällig.
Nachts wird er jede 1-2 Stunden wach und will an die Brust. Hunger kann er nicht haben. Ich glaube nicht, dass er Zuwendung will, da wir ihn mit Nähe überschütten. Ich denke, dass er das vielleicht macht um die Darmtätigkeit anzuregen. Außerdem ist mir seit ein paar tagen aufgefallen, dass er wenn er wach wird, immer nach Erbrochenem aus dem Mund riecht. Er spuckt oder bricht jedoch nicht. Da ich selbst an einer chronischen Gastritis und Reflux leide, frage ich mich, ob er vielleicht auch sauer austoßen muss und seine Unzufiedenheit teilweise daraus resultiert. Ist das bei Babys ungewöhnlich?
Ich möchte meinem Sohn so gerne helfen. Habe Massagen mit Windsalbe probiert-mag er nicht- Wärmekissen-hilft nicht- Kümmelzäpfchen-bringen selten etwas- Glycilax-kann ich auf Dauer nicht geben- Radfahren-er macht sich so steiff, dass es nicht funktioniert. Ich wäre sehr dankbar für Tipps. Wegen des Erbrochenen-Geruchs war ich noch nicht beim Kinderarzt. Sollte ich, oder ist das eine Lappalie?

Vielen dank im voraus und herzliche Grüße


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Cyberdoktor
(stranger)
30/10/10 04:58
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Re: Baby Verdauungsprobleme

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Hallo,

"mein 9 Monate alter Sohn hat seit der Geburt Verdauungsbeschwerden. Jeder Stuhlgang und jedes Blähen hat sich mit unendlich langen und quälenden Schreiphasen angekündigt. "
das kennen viele besorgte Eltern, die genannten Symptome sind aber kein Zeichen dafür, dass tatsächlich ein Verdauungsproblem vorliegt, in der Praxis sieht man viele Säuglinge, die sich im Rahmen des Stuhlgangs heftig beschweren, ernste Krankheiten stecken aber in der Regel nicht dahinter. Siehe unsere ausführlichen Beiträge oben in diesem Themenblock.

"Leider hat sich das Problem bis heute weder verbessert noch gelegt. Er meckert und schreit fürchterlich und drückt bis er richtig rot wird, aber es kommt nix. "
Säuglinge meckern gern, inklusive kräftiger Rorfärbung des Gesichts. Auch muss nicht jeder Stuhlgangsversuch zum Erfolg führen. Wichtig ist, dass der Kinderarzt zufrieden ist.

"Wenn ich dann mit Zäpfchen Kümmelzäpfchen und Glycilaxbeides vom Arzt)) nachhelfe, ist der Stuhl total flüssig und unauffällig."
bei einem gestillten und vom Kinderarzt regelmässig untersuchten Kind sind Hilfsmittel in der Regel nicht angesagt, früher oder später kommt der Stuhl von alleine.

"Nachts wird er jede 1-2 Stunden wach und will an die Brust. Hunger kann er nicht haben. Ich glaube nicht, dass er Zuwendung will"
gut möglich, einige Kinder haben aber auch einen 2 Stunden Stillrhythmus.

"überschütten. Ich denke, dass er das vielleicht macht um die Darmtätigkeit anzuregen. Außerdem ist mir seit ein paar tagen aufgefallen, dass er wenn er wach wird, immer nach Erbrochenem aus dem Mund riecht."
kann der Kinderarzt kurz kontrollieren, es ist aber sehr wahrscheinlich, dass einfach beim Aufstossen etwas Milch aus dem Magen in den Mund gelangte.

"jedoch nicht. Da ich selbst an einer chronischen Gastritis und Reflux leide, frage ich mich, ob er vielleicht auch sauer austoßen muss"
Säuglinge machen viele Bäuerchen bzw. stossen auf, dabei darf ab und zu auch etwas Milch gespuckt werden, ohne dass ein Reflux befürchtet werden muss. Mit dem Schreien im Rahmen des Stuhlgangs hat das ohnehin nichts zu tun.

"Ich möchte meinem Sohn so gerne helfen. Habe Massagen mit Windsalbe probiert-mag er nicht- Wärmekissen-hilft nicht-... Radfahren-er macht sich so steiff, dass es nicht funktioniert."
keine Überaktivität, meist muss man die wütenden Kleinen nur in den Arm nehmen und lange genug abwarten. Sind die Schreiattacken für die Eltern sehr belastend: Schreibabyambulanz.

Die gute Nachricht für besorgte Eltern: früher oder später hören die Schreianfälle auf, spätestens nach Ende der Säuglingszeit, wenn das Kind langsam andere Möglichkeiten hat, seinen Unmut zu äussern. Es wäre schön, wenn Sie uns bei Gelegenheit hier über den weiteren Verlauf berichten würden, wir wissen gern, wie es mit den kleinen Rackern weiter geht, Sie helfen damit auch anderen Eltern.
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Ihr Cyberdoktor-Team

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koalamama
(stranger )
07/01/11 15:56
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starke koliken.

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hallo
unser kleiner 3,5 monate wird von geburt an mit ha nahrung ernährt und hat von anfang an starke koliken. mit 1,5 monaten sind wir auf aptamil comformil umgestiegen, aber auch das zeigte keine besserung. gegen das bauchweh haben wir alles versucht sab tropfen, nahrung mit fencheltee zubereiten, kümmelzäpfchen, viburcholzäpfchen bauchmassage usw. alles ohne erfolg.
er weint oft fast den ganzen tag, nachts schläft er allerdings von anfang an ohne bauchweh.
er spuckt immer milch, aber im rahmen, also nicht schwallartig und keine unmengen.
sein stuhl ist gelb bis grün, meist sehr flüssig, ca.1-2 mal täglich und riecht wie normaler babystuhl aromatisch und hat auch keine beimengungen.
vor 3 wochen wurde vom kia festgestellt, daß er eine neurodermitis hat.
kann es nicht sein, daß er eine milchallergie hat, die sich aufs bauchweh und die haut auswirkt?


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Cyberdoktor
(stranger)
07/01/11 18:09
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Re: starke koliken.

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Hallo,

"unser kleiner 3,5 monate wird von geburt an mit ha nahrung ernährt"
der Einsatz sog. hypoallergener Nahrung ist nur dann gerechtfertigt, wenn eine Allergie bzw. eine Allergieverlangung (allergiegeplagte Geschwisterkinder oder Eltern) vorliegt. Generell sollten Ernährungsumstellungen nur nach Anordnung entsprechender Spezialisten an einer Uniklinik vorgenommen werden.

"und hat von anfang an starke koliken."
immer wieder meinen Eltern, dass ein Säugling, der viel schreit, an sog. Kolliken leidet. Es ist aber falsch, Schreiattacken auf pauschal Verdauungsstörungen zu schieben, Kinder in diesem Alter schreien aus diversen anderen Gründen, z.B. weil sie Zuwendung verlangen.

"gegen das bauchweh haben wir alles versucht"
Sie sollten nicht in die Angstfalle tappen, dass Ihr Kleiner ständig Bauchweh hat. Reden Sie mit den Ärzten in einer Kinderklinik.

"sab tropfen, nahrung mit fencheltee zubereiten, kümmelzäpfchen, viburcholzäpfchen"
bitte keine Zäpfchen ohne ärztliche Anweisung.

"er weint oft fast den ganzen tag"
kein Zeichen für Bauchweh, wir raten bei Kindern, die durch das Schreien Eltern zur Verzweiflung bringen, zum Besuch einer Schreibabyambulanz (Uniklinik).

"nachts schläft er allerdings von anfang an ohne bauchweh."
bestens, da können Sie sich freuen.

"er spuckt immer milch, aber im rahmen"
kommt auch bei kerngesunden Kindern vor, meist, wenn Luft verschluckt wird.

"sein stuhl ist gelb bis grün, meist sehr flüssig, ca.1-2 mal täglich und riecht wie normaler babystuhl aromatisch und hat auch keine beimengungen."
klingt normal.

"vor 3 wochen wurde vom kia festgestellt, daß er eine neurodermitis hat."
wenn ihm die Haut Beschwerden macht (z.B. Juckreiz), wäre das eine Schrei-Ursache.

"kann es nicht sein, daß er eine milchallergie hat, die sich aufs bauchweh und die haut auswirkt?"
Haut: ja. Bauchweh: es ist keinesfalls sicher, dass überhaupt Bauchschmerzen bestehen. Eine Milchallergie kommt vor (selten), dann aber mit entsprechenden Symptomen (Gedeihstörungen, Verdauungsstörungen, Hautausschläge), der Arzt kann das prüfen.
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Ihr Cyberdoktor-Team

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Unbekannt
(Unregistriert)
17/08/12 12:50
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Re: Verdauungsprobleme, Koliken? Säugling schreit viel.

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hallo eure probleme sind lang her, aber könnt ihr mir berichten, wie es weiter gegangen ist und was ev. geholfen hat. unser sohn ist 2 monate alt und leidet seit ca. 7 wochen massiv und rund um die uhr an seiner verdauung. die ärzte wollen uns keinen glauben schenken. alle meinen er sei
gesund, er nimmt zu. sind echt sehr verzweifelt und freuen uns über euren bericht.


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Unbekannt
(Unregistriert)
14/10/12 13:41
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Re: Verdauungsprobleme, Koliken? Säugling schreit viel.

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Hallo,

Ich habe zwar keine Frage hier gestellt, wollte aber einfach mal eine Antwort schreiben, wie es einem so ergeht, wenn der Nachwuchs anfangs dauerhaft bölkt und man ihn am liebsten zurück geben möchte.
Unsere Kleine kam im April zur Welt. In der Klinik hieß es, dass jedes Kind gerne Kinderwagen fährt. Unseres nicht, es schrie. Und jedes Kind fährt gerne Auto, unseres nicht, es schrie. Jeder Säugling schläft viel. Unserer nicht, sie schrie. Wenn sie wach war, schrie sie und tagsüber schlief sie wenig. Beim Stillen machte sie sich öfters steif und manchmal pupste sie wie eine Große.
Anfangs versuchten wir es mit Vorsingen, Fliegergriff, Schauckeln. Alles ohne Erfolg. Kurzzeitig wurde das Schreien besser, aber lange war nie Ruhe.
Die Kinderärzte sagten, alles sei in Ordnung. Die Kleine wuchs prächtig.
Nur wir gingen auf dem Zahnfleisch.
Dann fand ich im Internet den Artikel Tränenreiche Babyzeit von einer Hebamme (einfach mal googeln). Darin steht genau dass, was hier gesagt wurde - Babies schreien. Wie sollen sie auch sonst kommunizieren? Manche Kinder kennen anfangs auch nur Roter Alarm Geheule (wie unsere). Und wir haben uns, wie in dem Artikel beschrieben, mit unserem Kind hingesetzt und haben alle zusammen geheult. 2 Stunden lang. Die Kleine war damals 5 oder 6 Wochen alt. Danach hatten wir zum ersten Mal ein fröhliches, vergnügtes Baby.
Heute ist unsere Lüdde 6 Monate alt und noch heute verarbeiten wir zusammen öfters mal den Tag oder die Woche.
Unsere Kleine ist heute echt aufgeweckt, interessiert und schläft immer noch wenig. Sie schläft nicht selbst ein, wenn sie müde wird, sondern braucht dabei viel Hilfe. Neue Umgebungen findet sie interessant und anstrengend zugleich. Schlafen kann sie nur dort, wo sie alles kennt (oder auf Mamas Rücken im Tuch). Und wenn alles zu viel wird, dann schreit sie auch heute noch mit dem bekannten Roter Alarm Geheule.

Was hat uns wirklich geholfen?
Der Artikel Tränenreiche Babyzeit über die Kommunikation der ganz Kleinen.
Das Tragetuch - Kind einwickeln und vor die Tür. Oft ist sie eingeschlafen und Mama kam auch mal unter Leute.
Ich habe mir, als ich nicht mehr konnte, viel Zeit genommen, die kleinen Zeichen, die mein Baby mir zu seiner Stimmung zeigte, erst mal zu sehen und dann zu verstehen.
Wenn ich nicht mehr weiter wusste und das Kind immer noch schrie, habe ich sie fest in den Arm genommen und wir haben auf dem Sofa gesessen, bis sie sich beruhigte. Oft habe ich dabei mitgeweint.

Ich war drauf und dran, eine Schreiambulanz aufzusuchen, weil es nicht mehr ging. Ich hätte es auch getan, wenn ich nicht Kraft durch den erwähnten Artikel bekommen hätte.
Zögert nicht, euch diese Hilfe zu holen.

Das Wichtigste aber ist - ihr macht nichts falsch, weil das Kind schreit. Lasst den Sachverhalt beim Kinderarzt abklären, und wenn dann alles in Ordnung ist, versucht selbst runter zu kommen. Nur dann kommt auch das Baby runter. Und wenn das nicht klappt - holt euch professionelle Hilfe.

Mein Mann und ich wünschen euch viel Kraft in dieser anstrengenden Zeit. Ihr schafft das

Soviel dazu von
Einer betroffenen Mami




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