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Kinderheilkunde

Durchfall und Bauchschmerzen Kleinkind

von Simone250980 , 06.01.11 02:07
Guten Abend

Mein Sohn 2,5 Jahre) klagt immer wieder mal über Bauchschmerzen. Diese treten fast immer im Zusammenhang mit dem Essen - also am Tisch auf. Sind aber auch ziemlich schnell wieder weg. Wenn man ihn fragt, wo es genau weh tut, zeigt er immer wieder andere Stellen. Manchmal sogar den Popo oder den Rücken) Ich muss dazu sagen, dass er kein guter Esser ist, und das Essen meist als notwendiges Übel sieht, auf das er liebend gerne verzichten könnte. Ich versuche, es mir nat. nicht anmerken zu lassen, aber es beschäftigt mich sehr, da er mit seinen 91 cm und 11,7 kg nicht wirklich viel auf den Rippen hat und am Untergewicht kratzt.

Klar, Teufelskreis - bekommt er sicher auch teilweise mit. Ich hätte diese Bauchschmerzen auch eher in die Kategorie kindl. Bauchschmerzen eingeordnet, da sie fast) nie in irgendwelchen Spielsituationen auftreten. Da ist er immer quietschfidel und vergnügt...

Nur leider gesellt sich nun auch manchmal Durchfall dazu. Ich schreibe es bewusst unter , da der Stuhl dann zwar dünn ist, er aber trotzdem nur einmal am Tag zur Toilette muss. Oft ist es auch so, dass der Stuhl zuerst hart bzw. geformt ist und am Schluss in Durchfall endet...

Was meinen Sie zu dieser Situation?
Abklärung wird wohl nötig sein, oder?

Naja, und das Beunruhigende an der gesamten Geschichte ist wohl, dass ich an einer chronischen Darmerkrankung Colitis Ulcerosa) leide, und nat. inständig hoffe, dass er diese nicht geerbt hat... Wobei ich noch nie gehört habe, dass so junge Kinder auch schon darunter leiden...

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Bemühungen

Grüße Simone

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Re: Durchfall und Bauchschmerzen Kleinkind

von Cyberdoktor , 06.01.11 04:21
Liebe Simone,

"Mein Sohn 2,5 Jahre) klagt immer wieder mal über Bauchschmerzen."
gegen das dritte Lebensjahr ein häufiges Beschwerdebild bei kerngesunden Kleinkindern. Siehe unsere ausführlichen Beiträge oben in diesem Themenblock.

"Diese treten fast immer im Zusammenhang mit dem Essen - also am Tisch auf. Sind aber auch ziemlich schnell wieder weg."
Wenn der Kinderarzt zufrieden ist: normalerweise kein Grund zur Sorge.

"Wenn man ihn fragt, wo es genau weh tut, zeigt er immer wieder andere Stellen. Manchmal sogar den Popo oder den Rücken) "
ständiges Nachfragen macht Kinder meist erst auf ganz normale Äusserungen der Verdauung aufmerksam, ab und zu darf es mal drücken oder pieksen, der Darm leistet Schwerarbeit beim Bewegen des Nahrungsbreis auch wollen Darmgase entsorgt werden.

"Ich muss dazu sagen, dass er kein guter Esser ist"
es macht keinen Sinn, Kinder in gute / schlechte Esser einzuordnen, wenn Ihr Sohnemann laut Kinderarzt gedeiht, muss man Kindern nicht zureden, mehr zu essen, auch die Ausrichtung auf wenige Lieblingsnahrungsmittel ist völlig normal.

"Ich hätte diese Bauchschmerzen auch eher in die Kategorie kindl. Bauchschmerzen eingeordnet, da sie fast) nie in irgendwelchen Spielsituationen auftreten. Da ist er immer quietschfidel und vergnügt..."
würde passen.

"Nur leider gesellt sich nun auch manchmal Durchfall dazu."
das ist bei Kleinkindern zu erwarten.

"bewusst unter , da der Stuhl dann zwar dünn ist, er aber trotzdem nur einmal am Tag zur Toilette muss. Oft ist es auch so, dass der Stuhl zuerst hart bzw. geformt ist und am Schluss in Durchfall endet..."
Die Stuhlkonsistenz darf variieren. Von Durchfall spricht man erst ab 3 dünnflüssige Stühlen pro Tag.

"Abklärung wird wohl nötig sein, oder?"
zunächst dürfte ein Gespräch mit dem Arzt reichen, er wird Ihre Sorgen gewiss zerstreuen.

"dass ich an einer chronischen Darmerkrankung Colitis Ulcerosa) leide, und nat. inständig hoffe, dass er diese nicht geerbt hat"
Zwillingsstudien deuten bei Colitis Ulcerosa auf eine geringe genetische Beeinflussung (Auftreten bei beiden Kindern in 6%, bei anderen entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn dagegen über 40%, Rudolph's Pediatrics, 21st Edition, 2003, McGraw-Hill).

"Wobei ich noch nie gehört habe, dass so junge Kinder auch schon darunter leiden"
in der Tat liegt das typische Erkrankungsalter jenseits der Pubertät.

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mittelmeerfieber

von Unbekannt , 11.02.11 22:26
hallo

mein Sohn 5) hat auch seit 4 Monaten Bauchschmerzen es wurde alles untersucht etliche Stuhlproben und Blutproben und alles war in ordnung dann haben sie gemeint es gibt stressbedingte bauchschmerzen das könnte er haben bin auch seht verzweifelt... Neulich habe ich von einer krankheit gehört das familiärer mittelmeerfieber heisst
und die symptome dafür sind bauchschmerzen fieber und gelenkschmerzen. Jetzt werde ich die Arzte mal darauf ansprechen

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Re: mittelmeerfieber

von Cyberdoktor , 12.02.11 00:40
Hallo,

"mein Sohn 5) hat auch seit 4 Monaten Bauchschmerzen es wurde alles untersucht etliche Stuhlproben und Blutproben und alles war in ordnung dann haben sie gemeint es gibt stressbedingte bauchschmerzen das könnte er haben"
gemeint sind dann wohl die oben von uns angesprochenen harmlosen idiopathischen Bauchschmerzen. Kommen bei vielen Kindern in bestimmten Entwicklungsphasen vor, sind harmlos.

"Neulich habe ich von einer krankheit gehört das familiärer mittelmeerfieber heisst und die symptome dafür sind bauchschmerzen fieber und gelenkschmerzen. Jetzt werde ich die Arzte mal darauf ansprechen"
eine sehr seltene Erkrankung und kommt eigentlich nur bei Kindern vor, deren Familie aus dieser Region stammt. Besorgte Eltern von bauchschmerzgeplagten Kindern müssen daran nicht denken.

Wichtig ist, dass die Ärzte keine Erkrankungsanzeichen gefunden haben und mit der Entwicklung Ihres Sohnemanns zufrieden sind.

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Bauchschmerzen Kind nach Magen-Darm-Grippe

von Unbekannt , 20.02.11 13:27
Unser Sohn 6J. klagt seit längerem unter Bauchschmerzen.Vorangegangen war eine Magen- Darmgrippe mit erbrechen.Er konnte keine Flüssigkeit bei sich behalten woraufhin er im Krankenhaus an den Tropf musste. Dort wurde auch per Ultraschall eine Blinddarm entzündung ausgeschlossen.Auch Blut,Stuhl
und Urin wurden untersucht, wobei keine Auffälligkeiten festgestellt wurden.Er wurde mit gutem Allgemeinzustand aus dem Krankenhaus entlassen. Das Problem ist jetzt das er trotzdem ,seit etwa 1 Woche, immer morgens ca. 5 Uhr mit starken Bauchschmerzen aufwacht, die dann bis zum Vormittag anhalten. Wodurch könnten diese Schmerzen noch entstehen, obwohl durch die Untersuchungen schon vieles ausgeschlossen wurde. Vielen Dank für Ihre Antwort schon im voraus.

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Re: Bauchschmerzen Kind nach Magen-Darm-Grippe

von Cyberdoktor , 20.02.11 15:41
Hallo,

"eine Magen- Darmgrippe mit erbrechen. Er konnte keine Flüssigkeit bei sich behalten woraufhin er im Krankenhaus an den Tropf musste. Er wurde mit gutem Allgemeinzustand aus dem Krankenhaus entlassen."
wenn es bei schwereren Magen-Darm-Infektionen nicht gelingt, dem kleinen Patienten zu Hause genug Flüssigkeit zu geben, muss in der Tat im Einzelfall in der Klinik behandelt werden.

"obwohl durch die Untersuchungen schon vieles ausgeschlossen wurde. per Ultraschall eine Blinddarm entzündung ausgeschlossen.Auch Blut,Stuhl und Urin wurden untersucht, wobei keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Das Problem ist jetzt das er trotzdem ,seit etwa 1 Woche, immer morgens ca. 5 Uhr mit starken Bauchschmerzen aufwacht"
wichtig ist, dass der Sohnemann bereits gründlich untersucht wurde und die Ärzte ernste Erkrankungen ausgeschlossen haben. Nach einer Magen-Darm-Infektion kann es einige Zeit (Wochen bis Monate) dauern, bis sich die Verdauung wieder normalisiert, bis dahin könne auch Bauchschmerzen auftreten, z.B. durch eine erhöhte Gasbildung, weil die nützlichen Darmbakterien noch nicht wieder voll einsatzbereit sind, bzw. die Verdaaungs- bzw. Transportfunktion des Darms noch beeinträchtigt ist. Wenn ein Kind ansonsten gesund und munter ist, und normal isst, gibt es dann im Allgemeinen keinen Grund zur Sorge.

Halten die Schmerzen länger an, muss man bei unauffälligen Kontrollen durch den Arzt auch an das oben angesprochene, bei Schulkindern häufige, idiopathische Bauchschmerzsyndrom denken.

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Bauchschmerzen immer noch obwohl schon im Krankenhaus

von Unbekannt , 14.05.14 21:34
Hallo es geht um meine Tochter 8 Jahre alt. Das ganze hat vor ca.4 Wochen angefangen. Bauchschmerzen ( rechts vom Bauchnabel) und Erbrechen. Waren nach einer Woche beim Kinderarzt dieser hat ihr 1 Woche Schonkost verordnet. Die Beschwerden waren nicht ganz weg aber besser. Samstag vor einer Woche waren wir dann wieder beim Kinderarzt weil es wieder schlimmer wurde. Dieser wollte ein Ultraschall machen ging aber nicht da das Gerät kaputt war. Am Sonntag wurde es dann so extrem das wir denn Notarzt gerufen haben. Dieser hat sie dann gleich mit genommen ins Krankenhaus. Dort wurde ihr dann Blut abgenommen,Stuhl und Urin probe. Und es wurde ein Ultraschall durch geführt. Dieser war jedoch unauffällig. Bei der Blutprobe hat man bei einer noch maligen Kontrolle festgestellt das die Untergruppe der weißen Blutkörperchen erhöht war. Auf Grund dessen wurde dann ein Abklatsch gemacht und es wurde Oxyuris Eier gefunden. Darauf hin hat die ganze Familie Tabletten (Vermox) bekommen jeder 3 Tage lang immer eine. Erbrechen war dann weg aber die Übelkeit blieb. Jetzt ist es so das sie wieder starke Schmerzen hat an der selben Stelle. War heute wieder beim Kinderarzt und dieser hat ihr Hefe verschrieben für die Darmflora. Und wenn das nicht hilft wisse er auch nicht weiter.Der Bauch ist aufgebläht. Sie hat aber normal Stuhlgang. Weiss nicht wie sie sitzen oder stehen soll. Mein Mann und ich wissen auch nicht mehr was wir noch machen sollen. Wir hoffen das sie einen Rat für und haben.

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Re: Bauchschmerzen immer noch obwohl schon im Krankenhaus

von Cyberdoktor , 15.05.14 08:44
Hallo,

"Tochter 8 Jahre alt. Das ganze hat vor ca.4 Wochen angefangen. Bauchschmerzen ( rechts vom Bauchnabel) und Erbrechen."
die wahrscheinlichste Erklärung ist in der Praxis eine Infektion. Die oben im Themenblock diskutierten über lange Zeit auftretenden unspezifischen Bauchschmerzen bei Schulkindern gehen dagegen normalerweise nicht mit Erbrechen einher.

"beim Kinderarzt dieser hat ihr 1 Woche Schonkost verordnet. Die Beschwerden waren nicht ganz weg aber besser."
ist auch bei hartnäckigeren Infektionen sinnvoll, da der Darm dann nicht voll belastbar ist.

"wieder beim Kinderarzt weil es wieder schlimmer wurde."
eine Zustandsverschlechterung bzw. lange Verläufe sind in der Tat ein Grund für eine weitere Kontrolle durch den Arzt.

"festgestellt das die Untergruppe der weißen Blutkörperchen erhöht war. "
würde zu einer Infektion passen. Das Immunsystem schüttet Abwehrzellen aus, um die Erreger in den Griff zu bekommen.

"Auf Grund dessen wurde dann ein Abklatsch gemacht und es wurde Oxyuris Eier gefunden."
die Würmer sind bei Kindern sehr häufig zu finden, d.h. es kann sich um einen Zufallsfund handeln, der evt. mit den aktuellen Beschwerden nichts zu tun hat. Symptome wie Erbrechen oder anhaltende Bauchschmerzen passen eher nicht zu einem Madenwurmbefall. Sowohl Würmer als auch Magen-Darm-Viren sind häufig und können zeitgleich auftreten.

"Darauf hin hat die ganze Familie Tabletten (Vermox) bekommen jeder 3 Tage lang immer eine."
sinnvoll, siehe auch unser Themenblock Würmer bei Kindern (häufige Fragen) , die Therapie wird in der Regel mehrfach durchgeführt.

"Erbrechen war dann weg aber die Übelkeit blieb."
nach einer hartnäckigen Magen-Darm-Infektion können noch für längere Zeit (im Einzelfall einige Wochen) gelegentliche Übelkeit und Missempfindungen auftreten. Wichtig ist, dass der Arzt eine Besserungstendenz sieht. Wenn das Erbrechen nachgelassen hat, ist das übrigens eher ein natürlicher Heilungsverlauf und kein Effekt des Vermox.

"War heute wieder beim Kinderarzt und dieser hat ihr Hefe verschrieben für die Darmflora."
kann man versuchen.

"Sie hat aber normal Stuhlgang."
das ist positiv.

"Der Bauch ist aufgebläht."
wenn die Verdauung nach einer Infektion noch gestört ist, werden Nahrungsbestandteile nicht richtig verdaut und es kommt zu einer erhöhten Gasbildung, das kann Blähungen (und Schmerzen durch die Dehnung) erklären.

"Jetzt ist es so das sie wieder starke Schmerzen hat an der selben Stelle... Weiss nicht wie sie sitzen oder stehen soll. "
wichtig ist, dass der Arzt bei stärkeren bzw. anhaltenden Schmerzen erneut gründlich kontrolliert (inklusive Ultraschall). Wenn er mit den Befunden zufrieden ist, kann es sich um Verdauungsprobleme nach einer Infektion handeln, auch ist es möglich, dass nach einer Erkrankung die kleinen Patienten nun verstärkt auf Symptome achten und Missempfindungen als besonders belastend empfinden. Man kann dann versuchen, den Kindern zu erklären, warum Schmerzen auftreten (z.B. viele Luft im Darm, weil die Darmfunktion noch nicht komplett wiederhergestellt ist) oder Hausmittel wie Wärmflaschen oder das Liegen mit angewinkelten Beinen testen, auch Bewegung kann helfen. Es ist dann oft etwas Geduld nötig, bis die Beschwerden nachlassen. Wichtig ist aber wie gesagt, dass der Arzt kontrolliert.

Es wäre schön, wenn Sie uns bei Gelegenheit hier über den weiteren Verlauf berichten würden, wir wissen gern, wie es mit den kleinen Patienten weiter geht, Sie helfen damit auch anderen Betroffenen (oft melden sich die Fragesteller bei einer Besserung leider nicht mehr).

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