Medizinforen : Kinderheilkunde
Unbekannt
(Unregistriert)
15/09/09 22:38
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Re Rezidivierendes Fiebersyndrom?

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kann es sein das Ihr Kind Mittelmeer fieber hat. Wurde er daraufhin schonmal Untersucht????
Ärzte konnten mir Jahrelang auch keine Antwort auf meine Fieberschübe machen
bis die uni Klinik von Essen den verdacht hatte das Ich Mittelmeer Fieber habe, und das hat sich bestätigt.

Gruß T.Mete


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Unbekannt
(Unregistriert)
08/12/09 14:33
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Tochter, 2 Jahre alt, 1x monatlich bis 40,5 Fieber

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Hallo,
nach laaanger Zeit möchte ich mal wieder Rückmeldung geben.
Seit Juli 09 führen wir also einen Fieberkalender der beruhigt unheimlich und bringt mehr Sicherheit). Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Tochter seither 5,5 Monate) 9 reine Fieberschübe hatte die mit Decortin, bzw seit kurzem mit Celestamine behandelt werden das Decortin hat meine Tochter einfach nicht mehr geschluckt, obwohl sie sonst so tapfer ist). 1x hatte sie einen richtigen Infekt mit AB-Gabe und 1 x haben wir einen Fieberschub 4 Tage lang ausgestanden das war Hölle)
Jetzt ist es aber so, dass die Abstände zwischen den Schüben immer kürzer werden. 20 Tage längstens, die letzten 3 Schübe kamen wöchentlich.
Beim Heutigen Gespräch mit dem Kinderarzt hat er mir von weiteren möglichen Vorgehensweisen berichtet
Eine 6monatige Behandlung mit Zementin den genauen Namen weiß ich nicht mehr, hat sich aber so ähnlich angehört). Dabei würde das Fieber ausbleiben, könnte danach aber wieder kommen.
Weiter meinte er, dass evtl. eine Polypen- und Mandeloperation helfen könnte - muss aber nicht.
Er will sich telefonisch mit dem Oberarzt der hiesigen Klinik und der Uni-Klinik Ulm in Verbindung setzen die kennen uns alle...)
Schön, dass es weitere Möglichkeiten zu geben scheint. Aber welche davon hilft? Welche davon ist die Richtige für meine Tochter?
Seit dem letzten Fieberschub am 3.12.09 bekommt sie 2x täglich 5ml Cotrim K, da ein ziemlich resistenter Keim im Urin nachgewiesen wurde beim vorletzten Fieberschub am 26.11. wurde dieser Keim nachgewiesen). Seit Gestern 7.12.09) hat sie aber schon wieder Fieber ... langsam komm ich trotz Kalender durcheinander.
Können Sie mir was zu den neu vorgeschlagenen Vorgehensweisen sagen?
Danke schon mal im voraus


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Cyberdoktor
(stranger)
08/12/09 16:06
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Re: Tochter, 2 Jahre alt, 1x monatlich bis 40,5 Fieber

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Hallo,

"Seit Juli 09 führen wir also einen Fieberkalender der beruhigt unheimlich und bringt mehr Sicherheit)."
klar, so ein Kalender hilft dabei, die Beschwerdeepisoden und die symptomfreien Intervalle besser einzuschätzen, das ist wichtig, um den Verdacht auf ein bestimmtes Fiebersyndrom zu bestätigen.

" Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Tochter seither 5,5 Monate) 9 reine Fieberschübe hatte"
das ist eine überschaubare Anzahl von Fieberschüben, mit guter Sicherheit wurden zumindest einige auch im Rahmen von Infektionen ausgelöst.

" die mit Decortin, bzw "
der Wirkstoff in diesem Medikament ist Prednison, eine Substanz, die wie Kortison Entzündungsreaktionen bremst.

"seit kurzem mit Celestamine behandelt "
Celestamin enthält ein Antihistaminikum (Dexchlorpheniraminmaleat, dieses wirkt gegen das körpereigene Histamin, das bei vielen allergischen Reaktionen eine Rolle spielt) und Betamethason, also eine Kortison ähnliche Substanz, die antientzündlich wirkt. Sowohl Prednison als auch Celestamin werden bei Fiebersyndromen gegeben.

"die letzten 3 Schübe kamen wöchentlich."
in der kalten Jahreszeit sollte man auch daran denken, dass das Immunsystem diverse Infektionen abwehren muss, d.h. hier könnte eine Ursache für die gesteigerte Häufigkeit liegen.

"Eine 6monatige Behandlung mit Zementin den genauen Namen weiß ich nicht mehr, hat sich aber so ähnlich angehört). Dabei würde das Fieber ausbleiben, könnte danach aber wieder kommen."
Cimetidin. Dieses Mittel ist ebenfalls ein Antihistaminikum (der Gruppe H2) und wird in der Tat bei Fiebersyndromen eingesetzt, im Speziellen bei dem oben genannten PFAPA-Syndrom (wenn Sie von knapp drei Wochen symptomfreien Intervall berichten, würde das evt. passen).

"Weiter meinte er, dass evtl. eine Polypen- und Mandeloperation helfen könnte - muss aber nicht."
Eine Mandel-OP führt in der Tat möglicherweise bei einem PFAPA-Syndrom zu einer Besserung ("A clinical review of 105 patients with PFAPA (a periodic fever syndrome).", Feder HM, Salazar JC., Acta Paediatr. 2009 Nov 4.). Vor einer OP sollte man auf jeden Fall sicher sein, dass auch tatsächlich ein PFAPA-Syndrom vorliegt, d.h. die Leitsymptome periodisches Fieber, aphthöse Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Pharyngitis (Rachenentzündung) und Adenitis (Lymphknotenschwellung) sollten vorliegen.

"Seit dem letzten Fieberschub am 3.12.09 bekommt sie 2x täglich 5ml Cotrim K, da ein ziemlich resistenter Keim im Urin nachgewiesen wurde beim vorletzten Fieberschub am 26.11. wurde dieser Keim nachgewiesen). Seit Gestern 7.12.09) hat sie aber schon wieder Fieber ... "
wenn eine Harnwegsinfektion vorliegt, würde diese die neuen Fieberschübe erklären können.
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Ihr Cyberdoktor-Team

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Unbekannt
(Unregistriert)
01/04/10 02:31
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Tochter, 2 Jahre alt, 1x monatlich bis 40,5 Fieber

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Seit meinem letzten Brief sind über 4 Monate vergangen - und das hat seinen Grund meine Tochter hat seit dem 22.12.09 keinen einzigen Fieberschub mehr gehabt Der Dezember 09 war sehr schlimm - 4 Schübe hintereinander, die wir ausgestanden haben. Und dann haben wir mit einer homöopatischen Darmreinigung begonnen. Symbioflor1 und Natrium chlor. VI Zusätzlich achte ich darauf, dass meine Tochter ihr Glas nicht mehr mit anderen Kindern teilt. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Wir freuen uns jeden Tag darüber, dass unsere Tochter so lustig, fit und ausgeglichen ist, einfach ein Geschenk


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Cyberdoktor
(stranger)
01/04/10 13:46
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Re: Tochter, 2 Jahre alt, 1x monatlich bis 40,5 Fieber

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Hallo,

"Seit meinem letzten Brief sind über 4 Monate vergangen - und das hat seinen Grund meine Tochter hat seit dem 22.12.09 keinen einzigen Fieberschub mehr gehabt"
klasse!

"Und dann haben wir mit einer homöopatischen Darmreinigung begonnen. Symbioflor1 und Natrium chlor. VI"
Sie haben keinen Grund, davon auszugehen, dass der Darm Ihrer Tochter gereinigt werden müsste, ihr Verdauungstrakt funktioniert ganz ausgezeichnet und hat eine Selbstreinigungskraft, die nicht durch teure und unwirksame Mittelchen unterstützt werden muss. Ausserdem lernt Ihr Tochter so schon in jungen Jahren, dass man seinem Körper nicht trauen kann und die Einnahme von Medikamenten auch ohne konkrete Krankheit nötig ist.

" Zusätzlich achte ich darauf, dass meine Tochter ihr Glas nicht mehr mit anderen Kindern teilt."
hilft in der Regel nicht, früher oder später erwischen ein Kind die in der Gruppe kursierenden Erreger so oder so.

"Wir freuen uns jeden Tag darüber, dass unsere Tochter so lustig, fit und ausgeglichen ist"
wir freuen uns auch. Aber denken Sie dran: bitte ein so gesundes Kind nicht an die Einnahme von Mitteln gewöhnen, ausserdem haben auch natürliche Medikamente Nebenwirkungen.
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Ihr Cyberdoktor-Team

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Unbekannt
(Unregistriert)
22/03/11 10:43
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M. Fabry?

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Warnung: Dieser Nutzer-Beitrag wurde vom Ärzteteam in die Kategorie "sehr unwahrscheinliche Diagnose" eingestuft. Leser können unnötig verunsichert oder verängstigt werden, da seltene Krankheiten genannt werden, die aus ärztlicher Sicht in nur wenigen Fällen als Auslöser der im Themenblock genannten Symptome in Frage kommen, harmlosere Erklärungen sind wahrscheinlicher.
Wurde schon mal an einen M. Fabry gedacht?

T:R:


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Cyberdoktor
(stranger)
22/03/11 12:56
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Re: M. Fabry?

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Hallo,

"Wurde schon mal an einen M. Fabry gedacht?"
bei einem Fabry-Syndrom (Angiokeratoma corporis diffusum, hier werden bestimmte Substanzen nicht abgebaut, sondern in Nerven und Muskelzellen gespeichert)) zeigen sich zwar auch Fieberschübe, es kommen allerdings diverse weitere Symptome hinzu, z.B. im Bereich von Augen und Haut, die behandelnden Ärzte würden einen Morbus Fabry also an einem entsprechenden Symptomkomplex erkennen. Ausserdem beginnen die Beschwerden meist erst nach der Pubertät. Die im Themenbock besprochenen Fälle lassen keine Fabry-Krankheit befürchten.
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