| Medizinforen : Kinderheilkunde |
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Unbekannt (Unregistriert) 16/11/08 19:12 |
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Masernimpfung ohne Effekt? | Antwort schreiben |
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Ich bin 35 Jahre alt und laut meinem Impfpass gegen Masern geimpft. Ich bin Lehrerin und habe nun das Angebot meies Arbeitgebers genutzt meinen Impfstatus überprüfen zu lassen. Dabei stellte sich heraus dass ich keinen Impfschutz gegen Masern habe. Wie ist das möglich? Meine Tochter 7)ist gegen Masern geimpft und hat mit hohem Fieber auf die Impfung reagiert, meine jüngere Tochter ist vor knapp 4 Wochen geimpft wordenübermorgen ist die 2.Impfung dran) und hatte überhaupt keine Reaktion. Könnte das bedeuten, dass die Impfung bei ihr, genau wie bei mir, nicht angeschlagen hat? Liebe Grüße S.G. | |||
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Cyberdoktor (stranger) 16/11/08 21:25 |
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Re: Masernimpfung ohne Effekt? | Antwort schreiben |
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Hallo, "Ich bin 35 Jahre alt und laut meinem Impfpass gegen Masern geimpft. " wie wurde damals laut Impfausweis geimpft, mit einem Kombinationsimpfstoff? Dann hätte Sie eine Impflösung bekommen, die z.B. gegen Masern, Mumps und Röteln schützt. Dann wäre es interessant zu wissen, ob bei der Impfstatuskontrolle zumindest Antikörper gegen die anderen, im Impfstoff enthaltenen Krankheitserreger gefunden wurden. "meinen Impfstatus überprüfen zu lassen." löblich! Das ist für Lehrpersonal sehr wichtig. " Dabei stellte sich heraus dass ich keinen Impfschutz gegen Masern habe. Wie ist das möglich?" Das wäre nach einer Masernimpfung sehr ungewöhnlich. Nun gibt es eine ganze Reihe von möglichen Ursachen für dieses Untersuchungsergebnis: - Sie haben seinerzeit den Impfstoff nicht bekommen, der Impfpasseintrag ist ein Fehler. Gegen diese Möglichkeit würde es sprechen, wenn ein Mehrfachimpfstoff eingetragen ist, und Sie tatsächlich eine Immunität gegen die anderen Bestandteile haben, der Impfstoff seinerzeit also nachweislich in den Körper gelangt ist. - Sie haben wurden nicht komplett immunisiert, d.h. Sie haben nicht die vorgeschriebene Anzahl von Impfungen erhalten (MMR: zwei Impfungen). Wenn nur einmal geimpft wurde, haben (je nach Studie) zwischen 1 und 10 Prozent der Geimpften keinen Schutz und können erkranken ( "Outbreak of measles in primary school students with high first dose MMR vaccination coverage", Singapore Med J. 2007 Jul;48(7):656-61). - Sie wurden wie vorgeschrieben geimpft (richtiger Impfstoff, richtiges Wiederholungsschema, alles andere nach Vorschrift), Ihr Körper hat aber keine Immunität entwickelt. Dies wäre äusserst unwahrscheinlich (und wird dann primäres Impfversagen genannt), in diversen Studien hatten knapp 99% der Impflinge nach der zweiten Impfung Antikörper gebildet. - Es besteht ausserdem theoretisch die Möglichkeit, dass die Antikörperwerte über die Jahre immer tiefer fallen, dann existiert die Gefahr eines(sehr seltenen) sekundären Impfversagens, d.h. wenn es dann zu einer Infektion kommen würde, verläuft die Erkrankung aber normalerweise milder. Normalerweise ist die Antikörperbildung gegen Masernviren aber auch noch nach Jahrzehnten äusserst stabil, die Studie "Duration of humoral immunity to common viral and vaccine antigens." (N Engl J Med. 2007 Nov 8;357(19):1903-15) hat für Masernantikörper eine (theoretische) Halbwertszeit (Absinken auf die Hälfte des Ursprungswertes für Masernantikörper) von einigen hundert Jahren (!) errechnet und geht daher von einem lebenslangen Schutz aus. Sogar wenn die messbaren Antikörper bei einem in der Kindheit ordungsgemäss geimpften Erwachsenen stark abgesunken sind, kann er trotzdem eine Schutz haben, denn der normale Impfstatus berücksichtigt nur Antikörpermengen im Blut, nicht aber die sogenannten Gedächtniszellen, die bei einem Kontakt mit den Krankheitserregern die Antikörperproduktion schnell wieder ankurbeln können. Da man vermutlich nicht klären kann, was die Ursache Ihres Masern-Immunstatus ist, bietet sich ein praktisches Vorgehen an: Die Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt Personen mit unklarem Immunstatus, die in Gemeinschaftsseinrichtungen wie Schulen arbeiten, eine einmalige Impfung gegen Masern. Nach der Impfung kann man in Ihrem speziellen Fall kontrollieren, ob sich ein Impfschutz gebildet hat. Fragen Sie Ihren Arzt, schreiben Sie uns, was der Arzt sagt, wir freuen uns immer über eine Rückmeldung. "Meine Tochter 7)ist gegen Masern geimpft und hat mit hohem Fieber auf die Impfung reagiert" das ist nicht weiter ungewöhnlich. " meine jüngere Tochter ist vor knapp 4 Wochen geimpft wordenübermorgen ist die 2.Impfung dran) und hatte überhaupt keine Reaktion." auch das ist völlig normal, viele Kinder haben keinerlei Reaktionen. " Könnte das bedeuten, dass die Impfung bei ihr, genau wie bei mir, nicht angeschlagen hat?" nein, das kann man darauf nicht ableiten, ausserdem halten wir es nicht für erwiesen, dass die Impfung bei Ihnen nicht angeschlagen hat (primäres Impfversagen, das wäre äusserst unwahrscheinlich). Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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Unbekannt (Unregistriert) 16/11/08 22:05 |
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Windpockenimpfung | Antwort schreiben |
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Ich habe zwei Kinder. Meine älteres Kind ist komplett lt. Impfempfehlung durchgeimpft. Bei meinem jüngeren Kind wäre jetzt die Windpockenimpfung dran. Meine Ärztin hat jedoch davon abgeraten. Sie meinte das man trotz Impfung Windpocken bekommen kann und es ohnehin nicht klar ist wie lange die Impfung schützt. Es könnte also sein, dass meine geimpfte Tochter in 15 Jahren Windpocken bekommt und der Verlauf dann schwerer ist, als wenn sie sie als Kind bekommen hätte. Ich bin jetzt verunsichert. Wäre es besser meine jüngere Tochter nicht zu impfen und darauf zu warten dass sie Windpocken bekommt? vielen Dank und liebe Grüße | |||
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Cyberdoktor (stranger) 21/11/08 15:05 |
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Re: Windpockenimpfung | Antwort schreiben |
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Hallo, "Ich habe zwei Kinder. Meine älteres Kind ist komplett lt. Impfempfehlung durchgeimpft." löblich. "Bei meinem jüngeren Kind wäre jetzt die Windpockenimpfung dran. Meine Ärztin hat jedoch davon abgeraten." das ist äusserst fahrlässig. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt seit August 2004 ist die Varizellen-Schutzimpfung für alle Kinder und Jugendlichen, denn eine Windpockenerkrankung ist durchaus nicht harmlos. Schon die Grunderkrankung ist für das betroffene Kind alles andere als lustig. Windpocken (Varizellen) zeichnen sich durch ihr plötzliches Auftreten ohne wesentliche Vorboten aus. Es kommt zu einem häufig stark juckenden Hautausschlag, mit kleinen, rund-ovalen, roten Flecken, die zunächst am Rumpf, dann am behaarten Kopf auftreten. Gesicht, Arme und Beine sind in der Regel erst im Anschluss betroffen. Die Rötungen gehen in Bläschen über, wobei verschiedene Ausschlagsformen (Rote Flecken, Hauterhebungen und Bläschen – sog. „Sternenhimmel“ gleichzeitig auftreten können. ![]() Windpocken: Hauterausschlag am 4. Krankheitstag. Bild: J.D. Millar. ![]() Windpocken: Bläschen an Händen und Unterarmen, 6. Krankheitstag. Bild: J.D. Millar. Noch ernster ist das Potential für Komplikationen: Eine sehr schwerwiegende ist z.B. die Varizellenlungenentzündung, auch Komplikationen im Bereich des Nervensystems sind möglich. ![]() Komplikationen möglich: Windpocken-Virus, elektronenmikroskopische Aufnahme. Bild: CDC/Dr. Erskine Palmer/B.G. Partin Auch bleibt es geimpften Kindern vermutlich erspart, später an einer äusserst unangenehmen Gürtelrose (Herpes zoster) zu erkranken, das RKI sagt dementsprechend ("Zur Varizellenimpfung", Epidemiologisches Bulletin, 3. Dezember 2004 /Nr. 49): "...Daten aus den USA lassen erkennen, dass durch die Impfung die Häufigkeit des Zoster bei den geimpften Personen sogar reduziert wird"). Bei Zoster werden in Nervenzellen verbliebene Windpockenerreger (Varicella-Zoster-Virus) im Rahmen einer Abwehrschwäche des Organismus reaktiviert (Altersgipfel zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr), siehe auch Juckreiz / Schmerz nach Gürtelrose ![]() Herpes Zoster: typischer Hautausschlag. Bild: CDC/Richard Facklam. Eine Gürtelrose ist also nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, einige Patienten leiden stark über lange Zeiträume. Eine niedergelassene Ärztin sollte sich nicht gegen das geballte Fachwissen der Ständigen Impfkommission (STIKO) stellen, als Kinderärztin in einer Praxis hat sie kaum die Möglichkeit (oder Zeit), wie diese Forscher stets die aktuellen Studien zu verfolgen. Es gibt diese spezielle Kommission, die wissenschaftlich fundierte Empfehlungen ausspricht, damit eben nicht jeder Arzt sein eigenes Süppchen kocht. "Sie meinte das man trotz Impfung Windpocken bekommen kann" im Falle eines eher seltenen Impfversagers würde die Erkrankung abgeschwächt verlaufen. Das ist bereits besser als nichts. " und es ohnehin nicht klar ist wie lange die Impfung schützt." das ist evtl. der Ärztin nicht klar, da sie sich nicht ausreichend informiert hat. Das ist bedauerlich, denn ohne eine fundierte Grundlage sollte sie derartige Äusserungen nicht machen. Denn das die Impfung lange schützt, ist gut gesichert, das RKI sagt klipp und klar ("Zur Varizellenimpfung", Epidemiologisches Bulletin, 3. Dezember 2004 /Nr. 49): "Nach den bisherigen Erfahrungen kann davon ausgegangen werden, dass die Impfung eine lang anhaltende Immunität induziert." In der Studie "Childhood vaccination against varicella: persistence of antibody, duration of protection, and vaccine efficacy." (J Pediatr. 2001 Aug;139(2):297-304) waren auch nach 6 Jahren noch in 99,5% der Patienten ein Schutz durch Antikörper nachzuweisen. Dies korrespondiert gut mit der Studie "Duration of humoral immunity to common viral and vaccine antigens.", N Engl J Med. 2007 Nov 8;357(19):1903-15., die für Windpockenantikörper (untersucht wurden Patienten nach einem Antigenkontakt per Infektionen oder Impfung) zwar ein langsames Absinken der Blutkonzentration beobachtet, die errechnete (theoretische) Halbwertszeit (Absinken auf die Hälfte des Ursprungswertes für Windpockenantikörper) wird aber dennoch mit beruhigenden 50 Jahren angegeben. " Es könnte also sein, dass meine geimpfte Tochter in 15 Jahren Windpocken bekommt und der Verlauf dann schwerer ist, als wenn sie sie als Kind bekommen hätte." hat Ihnen das die Ärztin gesagt? Wenn es trotz Impfung zu einer Infektion kommt, verläuft diese dank der Impfung normalerweise viel milder, nicht schwerer ("Childhood vaccination against varicella: persistence of antibody, duration of protection, and vaccine efficacy.", J Pediatr. 2001 Aug;139(2):297-304.). Die meisten Geimpften werden aber sogar komplett vor einer Erkrankung geschützt. "Ich bin jetzt verunsichert. " unnötigerweise dank der unbedachten halbgaren Äusserungen Ihrer Ärztin, das ist bedauerlich. "Wäre es besser meine jüngere Tochter nicht zu impfen und darauf zu warten dass sie Windpocken bekommt?" Und der Tochter das Risiko schwerer Komplikationen aufbürden (auch wenn diese selten vorkommen, aber will man, das ausgerechnet das eigene Kind davon betroffen ist)? Bitte nicht. Ausserdem würde Ihnen die Tochter später zu Recht die Hölle heiss machen, wenn sie nach einer "harmlosen" und komplikationslos verlaufenen Windpockenerkrankung in der Kindheit als erwachsene Frau plötzlich als Spätfolge einen schweren Zosterausbruch bekommt, den Sie als Eltern durch eine Impfung hätten abmindern oder vermeiden können. Bitte lassen Sie die Tochter, nach Rücksprache mit einem weiteren Kinderarzt, auch gegen Windpocken impfen, konsultieren Sie den Impfkalender in diesem Themenblock, ob evtl. die Ärztin weitere Impfungen nicht gemacht hat. Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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Unbekannt (Unregistriert) 05/01/09 20:11 |
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Erwachsene: Masern, Röten nur einmal geimpft. Schutz? | Antwort schreiben |
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Hallo liebes Team, bezüglich der Masern, Mumps und Röteln-Impfungen habe ich auch noch eine kleine Frage Mit 4 Jahren 1984) wurde ich einmal gegen Masern und Mumps geimpft, mit 13 Jahren 1993) im Rahmen einer impfung aller Mädchen aus meinem Schul-Jahrgang einmalig gegen Röteln. Nun erfuhr ich bei einem Hausarztbesuch, dass alle drei Impfungen erst nach einer zweiten Injektion wirksam sind. Mich wundert dies etwas, da wir nie auf eine weitere benötigte Impfung aufmerksam gemacht wurden. Zudem wurde mein Impfpass in der Zwischenzeit von mindestens 5 Ärzten auf mögliche Lücken kontrolliert ich nehme Impfungen sehr ernst). Meine Frage ist nun - Ist eine zweite Injektion erforderlich und ist diese dann ausreichend für einen Impfschutz? - Reicht es noch, wenn man die zweite Spritze 24 Jahre Mumps und Masern) bzw. 15 Jahre Röteln) nach der ersten Injektion bekommt? Oder sind aufgrund der langen Pause zwei Injektionen erforderlich? Es ist mir sehr wichtig, entsprechenden Impfschutz zu haben Herzlichen Dank und viele Grüße | |||
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Cyberdoktor (stranger) 05/01/09 22:24 |
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Re: Erwachsene: Masern, Röten nur einmal geimpft. Schutz? | Antwort schreiben |
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Hallo, "Mit 4 Jahren 1984) wurde ich einmal gegen Masern und Mumps geimpft, mit 13 Jahren 1993) im Rahmen einer impfung aller Mädchen aus meinem Schul-Jahrgang einmalig gegen Röteln." eine einmalige Impfung reicht für einen optimalen Schutz gegen die genannten Krankheiten nicht aus. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, dass bis zum 18. Lebensjahr jeder Jugendliche in Deutschland über zwei MMR-Impfungen verfügen sollte. "Nun erfuhr ich bei einem Hausarztbesuch, dass alle drei Impfungen erst nach einer zweiten Injektion wirksam sind." erst nach einer zweiten Impfung wird die gewünschte optimale Wirksamkeit erreicht, aber auch nach einer Impfung besteht normalerweise schon ein gewisser Schutz. " Mich wundert dies etwas, da wir nie auf eine weitere benötigte Impfung aufmerksam gemacht wurden." ein Versäumnis der Ärzte. " Ist eine zweite Injektion erforderlich und ist diese dann ausreichend für einen Impfschutz?" Sie sind mittlerweile zweifellos erwachsen. Das RKI sagt zur Frage einer Impfung gegen MMR für Erwachsene: "Somit wird die generelle Impfung von Erwachsenen nicht empfohlen". Das RKI sieht das unter dem Aspekt der Masernausrottung, d.h. die Kosten einer generellen Impfung wären zu hoch, der Nutzen zu klein. Für bestimmtes Personal in medizinischen und kinderbetreuenden Einrichtungen, nach Kontakt oder bei Epidemien wird aber sehr wohl auch im Erwachsenenalter zur Nachimpfung geraten. Sie können sich selbstverständlich, auch wenn Sie nicht zu den genannten Gruppen gehören, jetzt gegen MMR impfen lassen, dies ist aber eine persönliche Entscheidung. Wir würden das auf jeden Fall machen lassen, man fühlt sich dann z.B. bei Besuchen in impfmüden Ländern wie der Schweiz (dort regelmässige Masernepidemien) sicherer. Lassen Sie sich da vom Hausarzt beraten. Wenn Sie vorhaben, später einmal Schwanger zu werden, gilt ohnehin: dann muss vor Absetzen der Verhütungsmittel bzw. vor ungeschütztem Geschlechtsverkehr der Impfschutz erneut kontrolliert und gegebenenfalls optimiert werden, siehe Schwangerschaftsvorbereitung?, ein vollständiger Rötelnschutz ist vor der Schwangerschaft Pflicht, spätestens dann würde nachgeimpft! "- Reicht es noch, wenn man die zweite Spritze 24 Jahre Mumps und Masern) bzw. 15 Jahre Röteln) nach der ersten Injektion bekommt?" in der Tat würde das normalerweise reichen, jede Impfung zählt. Beste Grüsse Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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dianak76 (stranger ) 25/01/09 21:47 |
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Masern: keine Impfung mit 10 Monaten, Übertragungswege | Antwort schreiben |
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Liebes Cyberdoktor-Team, meine kleine Tochter ist 10 Monate alt und kann laut Auskunft der Kinderärztin erst ab dem 11. Monat geimpft werden. Eine frühere Impfung lehnt sie solange kein besonderes Risiko vorliegt strikt ab. Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sie Menschenmengen bzw. den Aufenthalt in geschlossenen öffentlichen Räumen zu meiden, woran ich mich strikt halte. Nun jedoch meine Frage Können Masern auch im Freien übertragen werden, d.h. genügt es schon wenn jemand auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder neben mir vorbeiläuft um das Baby im Kinderwagen anzustecken ? Oder muss schon jemand gezielt in den Kinderwagen hineinhusten ? Es mag absurd klingen, aber ich bin ständig auf der Flucht vor potentiellen Virenträgern, was sich natürlich nicht immer vermeiden lässt. Herzlichen Dank vorab für die Antwort | |||
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Cyberdoktor (stranger) 25/01/09 22:38 |
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Re: Masern: keine Impfung mit 10 Monaten, Übertragungswege | Antwort schreiben |
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Hallo, "meine kleine Tochter ist 10 Monate alt und kann laut Auskunft der Kinderärztin erst ab dem 11. Monat geimpft werden. Eine frühere Impfung lehnt sie solange kein besonderes Risiko vorliegt strikt ab." die Kinderärztin hat recht und hält sich an die offiziellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut: 1. Gabe des Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff im Alter von 11-14 (vollendeten!) Lebensmonaten. Nur in speziellen Fällen (Masernausbruch oder sehr frühe Kinderkrippen-Aufnahme) wird bereits im 9. oder 10. Monat geimpft, siehe unsere Antworten oben im Themenblock, dort schreiben Eltern, deren Kind bereits im neunten Monat gegen Masern geimpft werden sollte. Eltern müssen angesichts der "späten" Impfung aber keine Sorgen haben, mütterliche Antikörper schützen das Kind, diese Antikörper nehmen zwar langsam ab, normalerweise haben Säuglinge aber kaum Chancen für einen Kontakt mit Masernträgern. "Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sie Menschenmengen bzw. den Aufenthalt in geschlossenen öffentlichen Räumen zu meiden" evtl ein Missverständnis, eine derartige Empfehlung scheint, ausser wenn es konkrete Anzeichen für eine Masern-Epidemie gibt, nicht gerechtfertigt und spiegelt sich auch nicht in den Empfehlungen des RKI wieder. Gefahren bestehen in Einrichtungen, bei denen viele Kinder auf engem Raum zusammenkommen, also z.B. Schulen oder Kindergärten, nicht aber in einem Bahnhof, im Supermarkt, im Bus oder in sonstigen alltäglichen Situationen, in denen das Kind im Kinderwagen liegt (wenn es in Ihrem Wohnort eine Epidemie gibt, wäre das allerdings wie gesagt eine andere Sache). "Nun jedoch meine Frage Können Masern auch im Freien übertragen werden" theoretisch ja, praktisch ist die Ansteckungsgefahr draussen aber - ausser, man drängt sich eng aneinander - äusserst gering, in Gebäuden ist das Risiko höher. Masern und Windpockenviren gehören zu den Krankheitserregern, die per Tröpfcheninfektion nach dem Niessen oder Husten auch über eine gewisse Entfernung in der Luft (aerogen) transportiert werden ("fliegende Infektionen"), normalerweise sind also Menschen im gleichen Zimmer (insbesondere in der direkten Nähe des Kranken) bedroht, sie müssen den Infizierten nicht anfassen, um angesteckt zu werden. Windpocken verdanken sogar ihren Namen der Tatsache, dass die Erreger unter günstigen Bedingungen einige Meter überbrücken können (es wird sogar ein Transfer über Korridore oder Luftschächte diskutiert), meist ist aber für eine Ansteckung doch ein enger Kontakt nötig. " d.h. genügt es schon wenn jemand auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder neben mir vorbeiläuft um das Baby im Kinderwagen anzustecken ? " wir sehen da keine realistische Möglichkeit. "Oder muss schon jemand gezielt in den Kinderwagen hineinhusten ?" sich in den Wagen beugt, an das Gesicht des Kindes? Dann wäre, wenn der Mensch infiziert ist, eine Ansteckung möglich, aber der Fall ist doch arg konstruiert. "Es mag absurd klingen, aber ich bin ständig auf der Flucht vor potentiellen Virenträgern" unnötig, lassen Sie die Kleine stets impfen, dann haben Sie keinen Grund zur Sorge. Beste Grüsse Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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brigittta (stranger ) 10/02/09 15:05 |
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5-fach oder 6-fach impfung | Antwort schreiben |
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Hallo Cyberdoktor, ich bin verunsichert bezüglich Impfungen und möchte mir Rat einholen. Mein Sohn ist am 15.December geboren und sollte nächste Montag, mit 2Monaten+1Tag 6-fach geimpft werden. Ist es nicht zu früh? Sollte er nich erst mit 3Mo geimpft werden? Warum müssen Babys gegen HepatitisB geimpft werden? Gibt es Statistiken wieviele Kinder sich mit ca. 1-2 Jahren mit HepatitisB infizieren? Wie kann das Kind sich realistisch mit HepatitisB infizieren? Ich selber bin gegen alle Kinderkrankheiten geimpft, die der 6fache Impfung enthält. Ich stille voll, hält der Schutz gegen die Krankheiten bei meinem Sohn solange ich ihn voll stille? Habe erschreckende Einträge gegen die 6fach Impfung mit Todesfolgen gelesen. Ist die 5-fache Impfung sicherer? Wenn ich ihn jetzt nur 5-fach impfe, wann kann man den HepatitisB separat eingeben lassen? Mein Sohn ist halb afrikaner, hat also entsprechend viel derartige Kontakte, ist es sehr riskant mit der HepatitisB Impfung zu warten? vielen Dank für die Hilfe | |||
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Cyberdoktor (stranger) 10/02/09 17:18 |
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Re: 5-fach oder 6-fach impfung | Antwort schreiben |
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Liebe Brigitta, "ich bin verunsichert bezüglich Impfungen und möchte mir Rat einholen. Mein Sohn ist am 15.December geboren und sollte nächste Montag, mit 2Monaten 1Tag 6-fach geimpft werden. Ist es nicht zu früh?" nein, das ist nicht zu früh, der Kleine bekommt mit dem dem vollendeten 2 Lebensmonat seine erste 6-fach-Impfung (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haaemophilus Influenza, Kinderlähmung, Hepatitis B). Man möchte ja nicht, dass bei langsam aber sicher abfallenden mütterlichen Antikörpern eine Impflücke entsteht. "Sollte er nich erst mit 3Mo geimpft werden?" mit dem vollendeten dritten Monat wird er bereits die nächste Dosis gegen die genannten Erreger bekommen, siehe der Impfkalender oben im Themenblock. "Warum müssen Babys gegen HepatitisB geimpft werden... " Vorab: eine Impfung gegen Hepatitis B ist für alle Menschen sinnvoll, die Weltgesundheitsorganisation hat bereits 1992 empfohlen, das in allen Ländern jeder Bürger geimpft werden sollte. Die grosse Gefahr bei einer Hepatitis B Infektion ist, dass der Körper die Viren nicht mehr los wird, dann kommt es zu einer chronischen Erkrankung (chronische Hepatitis), die Folgen sind eine Leberzirrhose (Narbiger untergang des Lebergewebes) und häufig Leberkrebs. ![]() Leberkrebs: Diese Patientin entwickelte nach chronischer Hepatitis B einen Lebertumor mit einem massiv aufgetriebenen Bauch. Es zeigt sich eine Venenerweiterung in der Bauchdecke (Caput medusae / Medusenhaupt) infolge einer Behinderung des Blutabflusses in der Bauchhöhle Bild: CDC/ Patricia Walker, M.D., Regions Hospital, MN Natürlich ist das Ansteckungsrisiko für Säuglinge und Kleinkinder ohne besondere Risiken (wie z.B. Infizierte in der Familie) in Deutschland eher gering (Die Übertragung der Hepatitis B erfolgt über Blutkontakt, bei Erwachsenen v.a. über sexuelle Kontakte), wenn sich aber ein Kind durch unglückliche Umstände (z.B. Drogenspritze auf Spielplatz, Operation, Blutprodukte) infiziert, ist der Verlauf meist sehr ungünstig, bei den kleinen Patienten kommt es dann in bis zu 90% der Fälle zu einem chronischen Verlauf (bei Erwachsenen "nur" in 10%). Man versucht ausserdem einfach, möglichst früh gegen alle relevanten Krankheiten zu impfen (um die Kinder zu schützen, aber auch um Krankheiten auszurotten). Wenn man das nicht jetzt macht, wird es evtl. vergessen, und Ihr Sohn hat später keinen Schutz gegen diese üble und nach wie sehr häufige Krankheit (jedes Jahr kommt es in Deutschland zu einigen tausend Neuerkrankungen, und viele der Infizierten sterben an der Erkrankung oder deren Folgen). Je älter die Kinder oder Jugendlichen sind, desto schwieriger wird es, die Impflinge zur Impfung einzuladen. "wieviele Kinder sich mit ca. 1-2 Jahren mit HepatitisB infizieren?" in Deutschland werden Sie die Neuerkrankungen in dieser Altersgruppe an einer Hand abzählen können. Man impft aber nicht nur, um diesem eher kleinen Risiko bei Säuglingen entgegenzuwirken, sondern sondern für einen umfassenden Schutz in den folgenden Jahren. Ausserdem erlauben Kombinationsimpfstoffe einfach eine Reduzierung der Injektionen, wer lässt sich schon gern öfter als nötig pieksen. Für die Kombinationsimpfstoffe sind alle Komponenten gut auf ihre Wirksamkeit hin untersucht, man muss also keine Sorgen haben, dass durch die Mischung die Wirkung abgeschwächt wird. Wenn Sie also von der Bedeutung einer Hepatitis B Impfung überzeugt sind, spricht nichts dagegen, den Sohn bereits jetzt zu impfen. "Ich stille voll, hält der Schutz gegen die Krankheiten bei meinem Sohn solange ich ihn voll stille?" nein, Stillen ist zwar aus vielen Gründen wirklich gut für Ihren Sohn und stärkt auch das Immunsystem (wir plädieren daher hier stets für das Stillen), einen Schutz gegen die oben genannten Erkrankungen haben Sie dem Kleinen aber nur über das Blut im Mutterleib mitgegeben, diese Antikörper werden nun nach und nach abgebaut, über die Muttermilch gibt es da leider keinen Nachschub. "Habe erschreckende Einträge gegen die 6fach Impfung mit Todesfolgen gelesen." Das Internet ist eine ewige Quelle für ungeprüfte, aber dramatisch klingende Meldungen. Wir warnen stets davor, im Internet Informationen aus unseriösen Quellen zu nutzen, das führt zwangsläufig zur Verunsicherung. Seriöse Webseiten wie Cyberdoktor folgen dem HON Verhaltenskodex (HONcode) für medizinische und gesundheitsbezogene Webseiten. Findet sich auf einer privaten Seite ein Horrorbericht, sollte man das äusserst kritisch sehen, nur Studien oder Artikel in internationalen anerkannten wissenschaftlichen Fachmagazinen sind hinreichend seriös. Zum Impfstoff: vermutlich reden Sie von dem 6fach Impfstoff Infanrix hexa, dies ist ein exzellent erprobtes Mittel, das seit fast 10 Jahren eingesetzt wird, bei mehr als 10 Millionen Impfdosen kann man den Impfstoff ohne Bedenken einsetzen, angesichts dieser grossen Zahl geimpfter Dosen wären ernste Impfkomplikationen längst bekannt geworden. Die Sicherheit des Impstoffs wurde ausserdem in diversen klinischen Studien mit einigen tausend teilnehmenden Kindern unter Bewies gestellt, z.B. "Safety, reactogenicity and immunogenicity of a combined hexavalent tetanus, diphtheria, acellular pertussis, hepatitis B, inactivated poliovirus vaccine and Haemophilus influenzae type b conjugate vaccine, for primary immunization of infants.", Vaccine. 2004 Jun 2;22(17-18):2226-33. oder "Comparative investigation of the safety of hexavalent vaccines for primary scheduled infant immunizations in Germany over a time period of 2 years.", Med Sci Monit. 2004 Sep;10(9):PI96-8. Epub 2004 Aug 20. Kein Teilnehmer der Studien zeigte ernste Komplikationen. Horrorberichte wie die von Ihnen genannten sind unverantwortlich, es ist absurd zu behaupten, dass die Patienten sicher aufgrund einer Impfung verstorben sind. Bitte vergessen Sie nicht, wo Sie das gelesen haben: nicht in einem seriösen Fachmagazin, sondern irgendwo im Internet. Hier ist eine schulmedizinische Webseite, d.h. anders als unseriöse Webseiten, versuchen wir stets zitierfähige Studien und Empfehlungen von seriösen Wissenschaftlern, wie denen am Robert-Koch-Institut, die sich seit Jahrzehnten mit Impfstoffen beschäftigen und mit ihrer Arbeit zahlreichen Menschen Leiden erspart haben, als Belege für Empfehlungen heranzuziehen. Wenn wir hier wie Ihr Kinderarzt eine Impfempfehlung geben, ist das natürlich wesentlich weniger spannend, als eine Gerüchteküche, mit der wir unsere Besucherzahlen exorbitant steigern könnten. Anders als in obskuren Webseiten sind hier aber studierte Ärzte am Werk, die sich den in der konventionellen Medizin anerkannten Vorgehensweisen und dem Wohle des Patienten verpflichtet fühlen. Da wir Ihren Sohn nicht impfen werden, haben wir für unsere Empfehlung auch keinerlei finanzielle Interessen. Zum dem Dauerbrenner-Thema Impfung und schwere Komplikationen: Man sollte nicht den Fehler machen, Krankheitssymptome aller Art direkt einer Impfung, die Tage oder Wochen zurückliegt zuzuordnen (den Arzt zu informieren ist aber natürlich dennoch stets sinnvoll). Wenn sehr viele (wie im Falle von 6fach-Impfstoffen) sogar Millionen Menschen geimpft werden, ist es wahrscheinlich, dass einige dieser Patienten zufällig nach der Impfung an Krankheiten erkranken, die sie auch ohne die Impfung so oder so bekommen hätten, dazu gehörten auch Todesfälle. Es ist banal: täglich sterben leider Menschen aller Altersklassen, ohne das man immer einen eindeutigen Grund feststellen könnte. Eine Studie hat genau diese komplett zufälligen Zusammentreffen von Impfung und anderen Krankheiten untersucht und erwartet z.B. auf 100.000 HPV Geimpfte ca. 3 Allergiefälle innerhalb von 24h nach der Impfung, wichtig ist es zu verstehen, dass diese Fälle auch ohne die Impfung aufgetreten wären ("Human papilloma virus immunization in adolescent and young adults: a cohort study to illustrate what events might be mistaken for adverse reactions." Pediatr Infect Dis J. 2007 Nov;26(11):979-84.), die Patienten aber natürlich einen Zusammenhang erwarten. Aus Patienten- oder Angehörigensicht ist es dennoch natürlich verständlich, die Impfung verantwortlich zu machen, es fällt stets schwer bei Schicksalsschlägen an Zufälle zu glauben. Bei der grossen Anzahl von Geimpften muss es aber früher oder später zwingend zu solchen zufälligen Zusammentreffen kommen. Sie sollten sich von Ihrem Kinderarzt erneut beraten lassen, dieser wird Ihnen bestimmt Ihre Sorgen nehmen. Sie können angesichts der Studienlage davon ausgehen, das es sich um ein zufälliges Zusammentreffen handelt, wenn Sie eine grosse Anzahl Menschen aller Altersgruppen beobachten, werden auch einige Jüngere versterben, ohne das sich konkrete Ursachen finden lassen. " Ist die 5-fache Impfung sicherer?" beide Impfungen, egal ob 5 oder 6fach sind äusserst sicher, sehr gut erprobt und bedenkenlos einzusetzen, man kann nicht davon sprechen, dass eine unsicherer wäre. " Wenn ich ihn jetzt nur 5-fach impfe, wann kann man den HepatitisB separat eingeben lassen?" klar geht, das wir verstehen nur nicht, warum er nochmal gepiekst werden soll, der 6fach-Impfstoff enthält ja keine geheimen Inhaltsstoffe, sondern einfach nur Hepatitis B Virentrümmer, genau wie der Hepatitis B Einzelimpfstoff. Das beim 6fach Impfstoff Trümmer eines weiteren Krankheitserregers hinzukommen, ist auch keinesfalls "zuviel" für das Immunsystem eines Säuglings. Kinder kommen aus der keimfreien Gebärmutter schön sauberer auf die Welt und müssen sich schon innerhalb der ersten Stunden und Tage Ihres Lebens mit milliarden Krankheitserregern verschiedenster Arten auseinandersetzen. Das kindliche Immunsystem wird "spielend" mit dieser "Belastung" fertig. Kombinationsimpfstoffe und die in ihnen enthaltenen Abwehrstoffe (Antigene) stellen nur einen Bruchteil dieser "natürlichen Belastung" da. " Mein Sohn ist halb afrikaner, hat also entsprechend viel derartige Kontakte, ist es sehr riskant mit der HepatitisB Impfung zu warten?" wenn er regelmässig engen Kontakt mit Hepatitis B Infizierten hätte, wäre das Risiko für eine Infektion gesteigert. Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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