| Medizinforen : Kinderheilkunde |
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Unbekannt (Unregistriert) 15/05/08 20:19 |
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Masernimpfung bei Krankheit? | Antwort schreiben |
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Hallo liebes Team Ich möchte gerne meinen bald 5-jährigen Sohn gegen MMR impfen lassen. Leider hat er im Moment die Ringelröteln und Scharlach wogegen er für das letztere Antibiotika bekommt. Jetzt ist meine Frage wie lange ich mit dem impfen warten muß. Mein Kinderarzt meinte man könnte wegen der Situation in Baden-Württemberg, ihn nach 10 ausschlagsfreien Tage impfen. Ist das nicht zu kurz zudem er ja noch Scharlach dazu bekam? Und was mich auch interessieren würde. Kann ich ihn anstecken? Wurde mit knapp zwei Jahren nur einmal gegen Masern geimpft und diese liegt jetzt gut 20 Jahre zurück. | |||
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Cyberdoktor (stranger) 15/05/08 20:51 |
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Re: Masernimpfung bei Krankheit? | Antwort schreiben |
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Hallo, "Ich möchte gerne meinen bald 5-jährigen Sohn gegen MMR impfen lassen. " eine sehr weise Entscheidung, besser spät als nie, er war ja ein seiner ungeimpften Zeit grossen Gefahren ausgesetzt... "Leider hat er im Moment die Ringelröteln und Scharlach...Mein Kinderarzt meinte man könnte... nach 10 ausschlagsfreien Tage impfen. Ist das nicht zu kurz zudem er ja noch Scharlach dazu bekam?" eine Impfung ist möglich, sobald ein Patient nach einer schwereren Infektionskrankheit wieder gesund ist, d.h. die Krankheitssymptome wie Fieber oder Ausschlag abgeklungen sind. Dann muss keine bestimmte Zeit wie z.B. 10 Tage gewartet werden, sondern es kann direkt geimpft werden. Während es bei ernsten Infektionen wie Scharlach also sinnvoll ist, bis zum Abklingen der Symptome zu warten (aber nicht noch länger), wird bei sogenannten banalen Infekten häufig unnötig mit einer Impfung gewartet, das Robert-Koch-Institut sieht leichte Infektionen und auch subfebrile Temperaturen bis 38,5 °C nicht als Kontraindikation gegen eine Impfung. In einer Studie zeigte die Impfung bei Kindern, die während der Impfung eine Atemwegsinfektion durchmachten, die volle Wirkung ("Serologic response to measles-mumps-rubella vaccine among children with upper respiratory tract infection.", Vaccine. 1996 Apr;14(6):492-4.). " wogegen er für das letztere Antibiotika bekommt. " laut Robert-Koch-Institut darf auch bei einer Antibiotikabehandlung geimpft werden. "Kann ich ihn anstecken? Wurde mit knapp zwei Jahren nur einmal gegen Masern geimpft" ja. Nach einer nur einmaligen Impfung gegen Masern besteht bei einigen Impflingen die Möglichkeit einer nicht ausreichenden Immunisierung, dann kommt eine Ansteckung tatsächlich vor (je nach Studie bei zwischen 1 und 10 Prozent der nur einmal Geimpften, z.B.: "Outbreak of measles in primary school students with high first dose MMR vaccination coverage", Singapore Med J. 2007 Jul;48(7):656-61). Diese Erkrankten können die Masern dann auch weitergeben. Lassen Sie sich Impfen, Maserninfektionen im Erwachsenenalter sind alles andere als harmlos, ausserdem: was gut für die ebenfalls als erwachsen zu bezeichnenden Spieler der Fussballnationalmannschaft ist (siehe unser Beitrag zur Spielerimpfung EM2008), ist auch gut für Sie! Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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Unbekannt (Unregistriert) 25/06/08 20:51 |
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INFANRIX-IPV HIB oder Pentavac | Antwort schreiben |
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Hallo, meine Tochter wurde jetzt das erste mal geimpft mit INFANRIX-IPV HIB, obwohl ich dem Arzt sagte ich möchte PENTAVAC geimpft haben. Wahrscheinlich hat er gedacht mit ging es nur um die 5fach Impfstoff, aber PENTAVAC hat z.b. keine Antibiotika mit im Impfstoff und auch viel weniger Hilfstoffe als INFANRIX. Meine Frage, kann ich jetzt trotzdem bei den nächsten Impfungen PENTAVAC impfen lassen oder muß ich beim INFANRIX-IPV HIB bleiben? Welche Unterschiede bestehe noch bei den beiden Impfstoffen? Meine frühere Ärtzin, die jetzt leider nicht mehr praktiziert hatte mir damals ausdrücklich PENTAVAC empfholen. Meine älteren Kinder wurden auch mit Pentavac geimpft und hatten keinerlei Reaktion. Meine Tochter hat jetzt nach INFANRIX viel geschrieen, war total nervö und die Einstichstelle war ganz rot Vielen DAnk für eine ausführliche Antwort Viele Grüße | |||
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Cyberdoktor (stranger) 25/06/08 23:05 |
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Re: INFANRIX-IPV HIB oder Pentavac | Antwort schreiben |
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Hallo, "meine Tochter wurde jetzt das erste mal geimpft mit INFANRIX-IPV HIB" ein sicherer, millionenfach bewährter Impfstoff, er schützt Ihre Tochter sicher gegen Kinderlähmung (IPV=inaktivierte Polio-Vakzine), Keuchhusten (Pertussis), Diphterie, Wundstarrkrampf (Tetanus) Haemophilus influenzae Typ b (HIB). "obwohl ich dem Arzt sagte ich möchte PENTAVAC geimpft haben. Wahrscheinlich hat er gedacht mit ging es nur um die 5fach Impfstoff," vermutlich (und es gibt auch keinerlei Gründe für eine Bevorzugung des einen oder des anderen), aber er sollte trotzdem auf Ihren klaren Wunsch hören. " aber PENTAVAC hat z.b. keine Antibiotika mit im Impfstoff und auch viel weniger Hilfstoffe als INFANRIX." vermutlich haben Sie das nicht aus seriösen zitierfähigen Quellen gehört, wir müssen darum bitten, hier im Forum keine Gerüchte, sondern nur eindeutig durch Studien belegte Informationen zu posten, Infanrix und auch Pentavac können produktionsbedingt kleinste Spuren von Antibiotika enthalten und es wäre nur bei Kindern mit einer Allergie gegen die Antibiotika Neomycin, Polymyxin (Infanrix) bzw. Neomycin, Streptomycin, Polymyxin B (Pentavac) Vorsicht geboten (im Sinne von das der Arzt besonders aufmerksam sein muss, auch wenn eine Allergieauslösung äusserst unwahrscheinlich wäre). auch bezüglich der sonstigen Inhaltsstoffe sehen wir keine Besonderheiten: Pentavac: Als Wirkstoffe Diphtherietoxoid, Tetanustoxoid, Pertussis-Antigene, inaktivierte Polioviren, Haemophilus influenzae Typ b-Polysaccharide. Als Hilfsstoffe: Aluminiumhydroxid (angegeben als Aluminium), 2-Phenoxyethanol, Trometamol, Saccharose, Medium 199 (u.a. Aminosäuren, Mineralsalze, Vit., gelöst in Wasser f. Inj.-Zwecke), Formaldehyd. Infanrix: Als Wirkstoffe Diphtherietoxoid, Tetanustoxoid, Pertussis-Antigene, Poliomyelitisviren (inaktiviert), Haemophilus influenzae Typ b-Polysaccharid. Als Hilfsstoffe Al-Hydroxid, Lactose, NaCl, 2-Phenoxyethanol, Medium 199 (als Stabilisator, der Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine u. and. Substanzen enthält) Wasser f. Inj.-Zwecke. "Welche Unterschiede bestehe noch bei den beiden Impfstoffen?" es gibt keine bedeutenden Unterschiede, siehe oben. " Meine Frage, kann ich jetzt trotzdem bei den nächsten Impfungen PENTAVAC impfen lassen oder muß ich beim INFANRIX-IPV HIB bleiben? " bleiben Sie beim Infanrix, ein Wechsel ist völlig sinnlos (hätte angesichts der gleichen Wirkstoffe vermutlich weder positive noch negative Auswirkungen). Generell würden wir bei Auffrischungsimpfungen stets beim gleichen Impfstoff bleiben, für den Fall, dass sich die eingesetzten Antigene von Hersteller zu Hersteller unterscheiden, das Immunsystem sollte bei der Auffrischung erneut mit dem gleichen Antigen konfrontiert werden. "Meine frühere Ärtzin, die jetzt leider nicht mehr praktiziert hatte mir damals ausdrücklich PENTAVAC empfholen." evtl. weil sie von der Herstellerfirma ein nettes Werbegeschenk erhalten hatte. Spass beiseite: beide Impfstoffe sind gleichberechtigt. " Meine älteren Kinder wurden auch mit Pentavac geimpft und hatten keinerlei Reaktion. Meine Tochter hat jetzt nach INFANRIX viel geschrieen, war total nervö und die Einstichstelle war ganz rot" das kommt genauso bei Pentavac und allen anderen Impfstoffen in einigen Fällen vor, dies sind völlig harmlose Impfnebenwirkungen. Beste Grüsse Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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catchers (stranger ) 13/07/08 06:20 |
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2 Fragen bzgl. Impfung und Tetanus | Antwort schreiben |
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Guten Abend, und zwar geht es darum, dass Lukas jetzt inzwischen schon 12 Monate alt ist und wir ihn immer noch nicht impfen konnten. Entweder war bei der Großen in der Kita Windpocken 2 Monate), sowie Scharlach 2 Wochen) oder er musste mit Antibiotika behandelt werden bereits schon 5 mal). Immer wenn wir die Möglichkeit hatten ihn zu impfen kam etwas dazwischen wie oben beschrieben). Meine Ärztin meinte, man muss vier Wochen mit der Impfung warten, wenn man mit Antibiotika behandelt wurde. Stimmt das oder kann man die Zeit auch verkürzen? Denn ich mach mir schon ganz schön Gedanken, er wird immer Älter und wir konnten ihn einfach noch nicht impfen. Und wäre es möglich ihn auch mit einer leichten Erkältung zu impfen? Oder wäre das Risiko einfach zu hoch? Nun meine zweite Frage. Vor drei Tagen kam mein Partner aus der Küche und er wusste nicht, dass Lukas dahinter ist und hat ihn somit den kleinen Finger aufgeratscht, welcher auch blutete. Nun habe ich riesen Angst, dass er sich mit Tetanus infiziert haben könnte. Der stellvertretende Kinderarzt unsere ist im Urlaub)konnte mir nicht weiter helfen, der Chriurg auch nicht. Welcher Arzt könnte mir da weiter helfen? Und gibt es nicht einen Test, wo man es nachweisen kann, ob Lukas sich mit Tetanus infiziert haben könnte? Leider kann man ihn auch jetzt nicht impfen, da er vor einer Woche wieder mit Antibiotika behandelt werden musste Angina) Ich mache mir wirklich sehr große Sorgen. LG Katja | |||
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Cyberdoktor (stranger) 13/07/08 06:55 |
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Re: 2 Fragen bzgl. Impfung und Tetanus | Antwort schreiben |
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Liebe Katja, "und zwar geht es darum, dass Lukas jetzt inzwischen schon 12 Monate alt ist und wir ihn immer noch nicht impfen konnten." keine einzige Impfung? Das ist erschütternd, hart gesagt: in 12 Monaten hätte ein guter Kinderarzt Ihnen Druck machen und einen Zeitpunkt finden müssen, um zumindest die eine oder andere Impfung zu geben. Der Kleine war so völlig unnötig grössten Risiken ausgesetzt. "Entweder war bei der Großen in der Kita Windpocken 2 Monate), sowie Scharlach 2 Wochen)" Es ist völlig egal, ob im Umfeld einer zu impfenden Person Krankheiten wie Windpocken oder Scharlach auftreten, solange der Impfling selbst nicht ernsthaft krank ist. Es gilt nur die Empfehlung, während der aktiven Phase einer schwereren Erkrankung beim Impfling selbst nicht zu impfen, siehe unsere ausführlichen Beiträge oben. " oder er musste mit Antibiotika behandelt werden bereits schon 5 mal)." laut Robert-Koch-Institut darf, wenn die aktive Krankheitsphase vorbei ist, durchaus auch bei einer Antibiotikabehandlung geimpft werden! "Meine Ärztin meinte, man muss vier Wochen mit der Impfung warten, wenn man mit Antibiotika behandelt wurde. Stimmt das oder kann man die Zeit auch verkürzen?" das ist nicht richtig, es gibt keine derartige Frist, die Kinderärztin stellt sich damit gegen die Experten des angesehenen Robert Koch-Instituts. Wir müssen in diesem Fall dringend dazu raten, einen weiteren Kinderarzt, vorzugsweise in einer Kinderklinik zu befragen, in einer Klinik werden Sie mit einer guten Wahrscheinlichkeit Kinderärzte mit einem guten Fortbildungsniveau finden. "Denn ich mach mir schon ganz schön Gedanken, er wird immer Älter und wir konnten ihn einfach noch nicht impfen." Sie wurden falsch beraten. Es hätte garantiert viele Möglichkeiten gegeben. "Und wäre es möglich ihn auch mit einer leichten Erkältung zu impfen? Oder wäre das Risiko einfach zu hoch?" selbstverständlich geht das, bei sogenannten banalen Infekten häufig von nicht ausreichend fortgebildeten Ärzten bzw. uninformierten Eltern unnötig mit einer Impfung gewartet, das Robert-Koch-Institut sieht leichte Infektionen und auch subfebrile Temperaturen bis 38,5 °C nicht als Kontraindikation gegen eine Impfung. In einer Studie zeigten z.B. Impfungen bei Kindern, die während der Impfung eine Atemwegsinfektion durchmachten, die volle Wirkung ("Serologic response to measles-mumps-rubella vaccine among children with upper respiratory tract infection.", Vaccine. 1996 Apr;14(6):492-4.). "Vor drei Tagen kam mein Partner aus der Küche und er wusste nicht, dass Lukas dahinter ist und hat ihn somit den kleinen Finger aufgeratscht, welcher auch blutete. Nun habe ich riesen Angst, dass er sich mit Tetanus infiziert haben könnte." bei einer kleinen Schürfwunde im Haus ist das ehe unwahrscheinlich. Die Sporen des Bakteriums finden sich aber in grösserer Menge draussen, z.B. in Blumenerde oder Strassendreck. ![]() Clostridium tetani: Erreger des Tetanus (Wundstarrkrampf). Bild: CDC " Der stellvertretende Kinderarzt unsere ist im Urlaub)konnte mir nicht weiter helfen, der Chriurg auch nicht." das verstehen wir nicht, man könnte einfach die (für Ihr Kind allererste?) Tetanusimpfung (kombiniert mit Kinderlähmung etc. siehe das Impfschema oben in diesem Themenblock) geben. " Welcher Arzt könnte mir da weiter helfen?" ein guter Kinderarzt (im Zweifel in einer Kinderklinik), schildern Sie ihm offen, dass bisher noch nie geimpft wurde. "Und gibt es nicht einen Test, wo man es nachweisen kann, ob Lukas sich mit Tetanus infiziert haben könnte?" das wird nicht gemacht, man impft einfach. "Leider kann man ihn auch jetzt nicht impfen, da er vor einer Woche wieder mit Antibiotika behandelt werden musste Angina" stimmt nicht, wenn die Symptome weg sind: schnell impfen. Sie können uns gern schreiben, wozu Ihnen ein weiterer Kinderarzt rät (wir raten wirklich dringend zu einer weiteren Beratung, dann kann auch gleich diskutiert werden, ob alle Antibiotikabehandlungen wirklich nötig waren). Bitte verlieren Sie keine Zeit mehr, lassen Sie Ihren Kleinen impfen. Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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Unbekannt (Unregistriert) 18/07/08 19:53 |
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Falsch geimpft - Fehlimpfung, was nun? | Antwort schreiben |
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Mein Kind wurde nach einer 1.) Drei-Fach-Impfung Tetanus, Diphterie, Pertussis-Keuchhusten) versehentlich als Auffrischung mit einer 2.) Fünf-Fach-Impfung Tetanus, Diphterie, Pertussis-Keuchhusten, Polio und Hib)gespritzt. Wie gehts nun weiter. Was für Risiken birgt das für einen kleinen Körper von 14 Monaten? Ist es ratsam nun mit einer Fünf-Fach-Impfung fortzufahren. Wer hilft mir hier die Verantwortung für mein Kind zu tragen? Und warum trat drei Tage später, vier Tage lang TagNacht) Fieber auf? Lt. KinderArzt angeblich keine Reaktion auf die Impfung. Was geht in dem kleinen Körper nun vor? Vielen Dank für Ihre Hilfe. | |||
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Cyberdoktor (stranger) 18/07/08 20:02 |
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Re: Falsch geimpft - Fehlimpfung, was nun? | Antwort schreiben |
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Hallo, "Mein Kind wurde nach einer 1.) Drei-Fach-Impfung Tetanus, Diphterie, Pertussis-Keuchhusten) versehentlich als Auffrischung mit einer 2.) Fünf-Fach-Impfung Tetanus, Diphterie, Pertussis-Keuchhusten, Polio und Hib)gespritzt." zunächst müssen wir verstehen, was genau passiert ist: -Wann wurde die Dreifachimpfung duchgeführt (Datum)? -Warum wurde zu diesem Zeitpunkt nur eine Dreifachimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis gemacht, warum wurde nicht auch da schon gegen HiB, Hepatitis und Polio geimpft? -Wann wurde die von Ihnen als falsch bezeichnete Fünffachimpfung gemacht (Datum)? -Welche sonstigen Impfungen wurden bisher wann gegeben (bitte ab Geburt auflisten)? Laut dem Impfkalender müsste der Kleine ja bereits drei Impfungen (mit 2, 3, 4 Monaten) bekommen haben: ![]() Impfkalender (vereinfachte Darstellung): Impfempfehlungen für Kinder, kleinere Abweichungen sind je nach Impfstoff möglich. Zahlen = Nummer der Impfung, A = Auffrischung, G = Grundimmunisierung bei Ungeimpften, SM = Mädchen (nach Robert-Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin Juli 2008 /Nr. 30). Beste Grüsse Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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Unbekannt (Unregistriert) 22/07/08 06:02 |
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Re Falsch geimpft - Fehlimpfung, was nun? | Antwort schreiben |
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-Wann wurde die Dreifachimpfung duchgeführt 14.05. im 13. Monat -Warum wurde zu diesem Zeitpunkt nur eine Dreifachimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis gemacht, warum wurde nicht auch da schon gegen HiB, Hepatitis und Polio geimpft? Wir haben uns für ein alternatives Impfschema entschieden bei denen das Impfen mit 10.-13.Monaten beginnt. Anschließend an die Dreifachimpfung sollte Polio als Td-Polio) folgen. -Wann wurde die von Ihnen als falsch bezeichnete Fünffachimpfung gemacht? 04.07. im 15.Monat Es war aus dem Grund eine falsch Impfung, da hier nicht die 2.Impfung des Dreifachimpfstoffs erfolgte, sondern die Fünffachimpfung. -Welche sonstigen Impfungen wurden bisher wann gegeben bitte ab Geburt auflisten)? keine Zusammengefasst hat unser Kind ausschließlich einmal die Dreifachimpfung und anschließend die Fünfachimpfung erhalten. | |||
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Cyberdoktor (stranger) 22/07/08 22:26 |
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Re: Re Falsch geimpft - Fehlimpfung, was nun? | Antwort schreiben |
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Hallo, "Wir haben uns für ein alternatives Impfschema entschieden bei denen das Impfen mit 10.-13.Monaten beginnt. Anschließend an die Dreifachimpfung sollte Polio als ...Dreifachimpfung im 13. Monat...Fünffachimpfung im 15.Monat... Welche sonstigen Impfungen...keine" das war kein alternatives Impfschema, das war, offen gesagt, russisches Roulette. Für den grössten Teil des ersten Lebensjahres bestand damit kein Schutz gegen Killerkrankheiten wie Tetanus, Kinderlähmung und Diphtherie. Es gibt dieses Schema in der Medizin nicht, kein Kinderarzt wird es wagen, das zu empfehlen, er würde seine Zulassung riskieren und für den Rest seines Lebens zahlen, wenn ein Kind aufgrund dieser Massgaben erkrankt. Es ist nun aber zum Glück in dieser schutzlosen Zeit nicht zu einer lebensbedrohlichen Infektion gekommen, hauptsache, Sie haben sich jetzt doch noch entschlossen, Ihr Kleines Impfen zu lassen, der Schutz wird sich ab jetzt ganz normal entwickeln, wann geimpft wird, ist für die Impfstoffwirkung egal. "Es war aus dem Grund eine falsch Impfung, da hier nicht die 2.Impfung des Dreifachimpfstoffs erfolgte, sondern die Fünffachimpfung...Zusammengefasst hat unser Kind ausschließlich einmal die Dreifachimpfung und anschließend die Fünfachimpfung erhalten" das macht nichts. All die anderen Kinder erhalten ohnehin Fünf- oder Sechsfachimpfungen. Nun kann man ganz einfach praktisch handeln und mit Fünffachimpfungen gemäss der Impfschemaabbildung oben weitermachen. D.h. es folgen jetzt noch zwei Impftermine mit dem Fünffachimpfstoff. Es wurde dann viermal gegen Tetanus, Diphterie, Pertussis geimpft und dreimal gegen Polio HiB. Die vierte Polio HiB Impfung könnte man dann separat geben. So kommt man am Ende für jede der fünf Krankheiten auf vier Impfungen der Grundimmunisierung. Man könnte auch ohne Probleme eine vierte Fünffachimpfung geben und somit einmal "zuviel" gegen Tetanus, Diphterie, Pertussis impfen. Sie sollten aber auch gegen Hepatitis B impfen lassen, das wäre dann normalerweise ein Sechfachimpfstoff, im speziellen Fall würde man das aber nach Absprache mit dem Arzt separat zu einem späteren Zeitpunkt als Einzelimpfstoff geben, man will nun ja nicht erneut den Impfstoff (von fünffach zu sechsfach) wechseln. "versehentlich als Auffrischung...gespritzt." das ist alles noch Teil der Grundimmunisierung, bei der das Immunsystem trainiert wird, die Auffrischung erfolgt im Schulalter. Bitte beachten Sie, dass nun auch die Impfung gegen die nicht minder gefährlichen Krankheiten Masern, Mumps und Röteln sowie die äusserst unschönen Windpocken (die im späteren Leben noch nach Jahrzehnten eine Gürtelrose auslösen können) ansteht. "Wer hilft mir hier die Verantwortung für mein Kind zu tragen?" Mit der Impfung zeigen Sie grösstmögliche Verantwortung für Ihr Kind, nur so schützen Sie es vor grossen Krankheitsrisken. Mit der Fünffachimpfung wurde nichts falsch gemacht, sondern eher ein absurd falsches Impfschema korrigiert. " Und warum trat drei Tage später, vier Tage lang TagNacht) Fieber auf? Lt. KinderArzt angeblich keine Reaktion auf die Impfung." Wenn es sich nicht eindeutig um eine klar erkennbare Erkrankung wie eine Halsentzündung oder Erkältung handelte, würden wir dem Arzt widersprechen, man kann nicht ausschliessen, dass es sich um eine völlig harmlose Reaktion auf die Impfung handelte. Es kann nach jeder Impfung zu dem beschriebenen Fieber kommen, das macht aber überhaupt nichts! Fieber ist ein Teil der Reaktion des Körpers gegen Krankheitserreger, die Impfstoffe gaukeln dem Immunsystem eine Infektion mit Erregern vor, Fieber zeigt eigentlich nur, dass dies klappt. In Impfstoffen sind keine seltsamen oder geheimen Inhaltsstoffe, es werden einfach nur Bruchstücke von Krankheitserregern gegeben, die genau den Hüllen der in der freien Wildbahn vorkommenden Erreger gleichen, das Immunsystem kann damit trainieren und für den Ernstfall Antikörper vorbereiten, ohne das der Patient die Risiken einer echten Erkrankung in Kauf nehmen muss, bei der dann die Bakterien oder Viren die Abwehschlacht gewinnen könnten. " Was geht in dem kleinen Körper nun vor?" Nur Abwehrvorgänge, die ohnehin schon seit der Geburt immer wieder ablaufen: Die Abwehrzellen nehmen Kontakt mit den Bakterienbruchstücken im Impfstoff auf, "docken" an diese an bzw. fressen sie auf, das Immunsystem wird aktiviert (mit dem Symptom Fieber) dann werden Antikörper gebildet und es werden spezielle Zellen entstehen, die über Jahre die Fähigkeit haben, sich an diese Bakterien zu erinnern, um dann im Ernstfall sehr schnell sehr grosse Mengen schützender Antikörper zu produzieren und so eine Infektion sicher abzuwehren. Dieser Vorgang läuft im Körper Ihres Kindes auch ganz ohne Impfung alle paar Wochen ab, der kleine Körper ist ständig neuen Erregern ausgesetzt, z.B. auf dem Spielplatz oder in sonstigen Situationen bei denen er mit Menschen und sonstigen "Bakterienschleudern" in Kontakt kommt. Schützen Sie Ihr Kind, lassen Sie es weiter gemäss dem Impfplan impfen. Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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