Medizinforen : Kinderheilkunde
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Nitsrek
(stranger )
08/08/09 15:33
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Wann Schutz nach Fünffachimpfung

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Hallo,

meine Tochter bekam am 06.08. mit 4 Monaten die zweite Fünffachimpfung. Da ich sie bisher nirgendwo mithingenommen habe wegen fehlendem Impfschutz, würde ich gerne wissen ab der wievielten Impfung ein Schutz besteht, und wieviel.

Danke im Voraus,

Nitsrek


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Cyberdoktor
(stranger)
08/08/09 16:36
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Re: Wann Schutz nach Fünffachimpfung

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Hallo,

"meine Tochter bekam am 06.08. mit 4 Monaten die zweite Fünffachimpfung. "
vorbildlich, Sie sind damit im Plan.

"Da ich sie bisher nirgendwo mithingenommen habe wegen fehlendem Impfschutz"
das war nicht nötig, wenn man den Impfkalender einhält, gibt es keinen Grund, auf normale Aktivitäten wie Verwandtenbesuche oder Ausflüge mit dem Kinderwagen zu verzichten. Junge Säuglinge sind durch mütterliche Antikörper geschützt, die noch im Mutterleib in das Blut des Kindes übergetreten sind und dort für einige Monate zu finden sind. Es ist also kein Problem, das man mit einem Säugling im dritten Monat, der erst eine Impfung hatte, nach draussen geht. Lassen Sie da auch einmal vom Kinderarzt beraten.

", würde ich gerne wissen ab der wievielten Impfung ein Schutz besteht, und wieviel."
wie gesagt haben Kinder auch ohne Impfungen einen gewissen mütterlichen Schutz, der dann aber langsam nachlässt, daher muss man ab dem dritten Monat impfen.

Bereits nach der ersten Impfung entwickelt sich normalerweise ein guter Schutz gegen die entsprechenden Krankheitserreger (d.h. bei den meisten Kinder kann man dann schützende Antikörper nachweisen), mit jeder weiteren Impfung bekommt das Immunsystem eine weitere Trainingsrunde und die Sicherheit wird gesteigert, nach der 4. Impfung finden sich dann bei fast 100% der Kinder Antikörper im Blut. Da man wirklich möglichst alle Kinder schützen will, sind vier Impfungen nötig, auch wenn z.B. bei der dritten Impfung bereits ca. 98% der Kinder Antikörper gebildet haben und die vierte Impfung nur noch einen minimalen Zuwachs auf fast 100% bringt, man möchte da ganz sicher gehen. Ausserdem verstärken mehrere Impfungen die Immunantwort, das Immunsystem kann schneller und stärker auf eingedrungene Erreger reagieren.

Beste Grüsse

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Nitsrek
(stranger )
03/09/09 13:14
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Impfen gegen Pneumokokken

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Hallo,
meine 5 Monate alte Tochter bekommt morgen ihre dritte Fünffachimpfung. Nachdem ich gehört habe, dass man schon Babys gegen Pneumokokken impfen sollte, habe ich meinen Kinderarzt danach gefragt. Er meinte diese Impfung könnten wir morgen gleichzeitig mit der Fünffachimpfung erledigen.
Da Sie mir schon oft weitergeholfen haben, würde ich Ihre Meinung dazu gerne wissen, ob das in Ordnung ist, oder lieber in einem Zeitabstand impfen?

Danke im Voraus,
Nitsrek


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Cyberdoktor
(stranger)
03/09/09 15:27
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Re: Impfen gegen Pneumokokken

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Hallo,

"meine 5 Monate alte Tochter bekommt morgen ihre dritte Fünffachimpfung. Nachdem ich gehört habe, dass man schon Babys gegen Pneumokokken impfen sollte, habe ich meinen Kinderarzt danach gefragt."
eine sehr sinnvolle Impfung, es wäre die Aufgabe des Kinderarztes gewesen, Sie bereits bei den anderen Fünffachimpfungen auf die Notwendigkeit einer Pneumokokkenimpfung hinzuweisen. Der offizielle Impfkalender (siehe erste Seite im Themenblock) zeigt klipp und klar, dass man nicht mehr nur, wie vor vielen Jahren, gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio und Haemophilus (=5fach) impft, sondern auch gegen Hepatitis B und gegen Pneumokokken.

Sie sollten also prüfen, ob tatsächlich nur mit einem Fünffach-Impfstoff geimpft wurde, bzw. ob an diesen oder anderen Impfterminen auch gegen Hepatitis B geimpft wurde (die Pneumokokken wurden ja bisher verpasst). Ist das nicht der Fall, sollten auch diese Impfungen dringend durchgeführt werden.

Man kann verpasste Impfungen problemlos nachholen, die erste Pneumokokken- (und Hepatitis B) Impfung wird dann beim nächsten Impftermin (morgen) einfach mitgemacht. Es ist aber wichtig, dass später auch noch die weiteren Pneumokokken- bzw. Hepatitis-Folgeimpfungen gemacht werden, bis der Schutz vollständig ist (in Falle Ihrer Tochter vermutlich eine bei der vierten Grundimmunisierungs-Runde, dann noch zwei weitere, d.h. insgesamt 4, siehe Kalender, bitte mit dem Arzt planen).

" oder lieber in einem Zeitabstand impfen?"
normalerweise macht man das an einem Termin, die Wirkung der Impfungen ist davon unabhängig

Beste Grüsse

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kleiner_ninja
(stranger )
15/09/09 15:57
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starke schwellung (Blutung) nach impfung

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hallo cyberdoktor-team,

mein sohn 11 monate bekam heute die MMR-imfung am oberarm. bei der impfung verletzte die ärztin ein gefäß und es blutete aus der einstichstelle. gleichzeitig schwoll die stelle an und wurde bläulich. die ärztin sagte, sie hat ein gefäß verletzt und so hat sich der impfstoff mit dem blut vermischt und es kommt zu der schwellung. ich solle die stelle ein wenig kühlen, ihn gut beobachten und mich nochmal telefonisch bei ihr melden.

meine frage ist die schwellung wie ein blauer fleck zu sehen, was ja für mich zwar etwas schmerzhaft aber doch absolut harmlos wäre, oder ist der zusammenhang mit dem impfstoff und der schwellung so, dass ich beunruhigt sein muß? wirkt der impfstoff so überaupt, oder muß die impfung widerholt werden?
sie sagte halt beiläufig sie hätte einen impfschaden gemacht, doch nur bezogen auf den blauen fleck und die beule?

lg und herzlichen dank für ihre antwort.
kleiner_ninja



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Cyberdoktor
(stranger)
15/09/09 18:11
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Re: starke schwellung (Blutung) nach impfung

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Hallo,

"mein sohn 11 monate bekam heute die MMR-imfung am oberarm."
prima, dies ist eine sehr wichtige Impfung.

"bei der impfung verletzte die ärztin ein gefäß und es blutete aus der einstichstelle."
bei einer Impfung kann es zu einer Verletzung kleiner Blutgefässe kommen, man drückt dann mit einem Tupfer für einige Minuten auf die Wunde, bis die Blutgerinnung einsetzt. Dies ist aber normalerweise kein Drama, das Gerinnungssystem verschliesst die Gefässverletzung schnell und sicher.

"gleichzeitig schwoll die stelle an und wurde bläulich."
klar, bei einer Blutung in die Hautschichten kommt es zu einer Blaufärbung und Schwellung. Dies sind typische Zeichen für einen Bluterguss. Das ausgetretene Blut wird dann nach und nach vom Körper abgebaut.

" die ärztin sagte, sie hat ein gefäß verletzt und so hat sich der impfstoff mit dem blut vermischt und es kommt zu der schwellung."
das ist gewiss ein Missverständnis. Eine Schwellung nach einer kleinen Gefässverletzung ist durch das ausgetretene Blut bedingt, mit dem Impfstoff hat das nichts zu tun, der Impfstoff tief im Muskel dürfte sich auch nicht mit dem Blut vermischt haben.

" ich solle die stelle ein wenig kühlen, ihn gut beobachten"
richtig.

"meine frage ist die schwellung wie ein blauer fleck zu sehen, was ja für mich zwar etwas schmerzhaft aber doch absolut harmlos wäre"
bei einer Schwellung nach einer Venenpunktion ist das richtig.

" oder ist der zusammenhang mit dem impfstoff und der schwellung so, dass ich beunruhigt sein muß?"
es kommt auch nach Impfstoffgaben zu (normalerweise völlig harmlosen) Rötungen und Schwellungen, die dann eine normale Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff sind, Ihre Ablauf-Beschreibung passt aber auf einen Bluterguss, die Ärztin hat das ja auch bestätigt.

" wirkt der impfstoff so überaupt"
davon kann man ausgehen, wenn die Nadel in den Muskel gestochen, eine Aspirations-Kontrolle (siehe unten) durchgeführt, der Impfstoff komplett eingespritzt, die Nadel herausgezogen und erst dann eine Blutung beobachtet wurde, der Impfstoff ist dann in einem Depot tief im Muskel.

Zur Aspirations-Kontrolle: nach Einführen der Nadel hat die Ärztin unmittelbar vor dem Einspritzen eine Aspiration durchgeführt, d.h. den Kolben der Spritze kurz angehoben (einen Sog erzeugt) um auszuschliessen, dass der Impfstoff in ein punktiertes Gefäss gespritzt wird, wäre die Nadelspitze in oder an einem verletzten Gefäss gelegen, hätte sich in der Spritze Blut gezeigt. Diese Kontrolle wird stets durchgeführt. Da die Ärztin bei der Impfung Ihres Sohne kein Blut in die Spritze aspirieren konnte, liegt das verletzte Gefäss also oberhalb des Impfstoffdepots im Stichkanal, dies wäre für die Wirkung der Impfung egal und völlig harmlos.

", oder muß die impfung widerholt werden?
sie sagte halt beiläufig sie hätte einen impfschaden gemacht"
das kann man kaum Impfschaden nennen, blaue Flecken sind kein Drama, es kann jedem Arzt bei Injektionen aller Art passieren, dass zufällig genau an der Stichstelle eine kleine Vene verläuft, die er zunächst unbemerkt durchsticht, erst beim Herausziehen der Nadel kommt es dann zu einer Blutung.

Beste Grüsse

Ihr Cyberdoktor-Team
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P.P.
(Unregistriert)
01/10/09 00:14
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Angst wegen Impfschäden

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Hallo,

meine Tochter geb. 22.08.08) hat ihre ersten drei Impfungen 6 - fach Pneumok.) immer sehr gut vertragen. Morgen haben wir den Termin zur Auffrischung dieser Impfungen. Durch unseren Kinderarzt erfolgte kaum eine Auflärung in Sachen Impfschäden etc. so mußte ich mich gedrungenermaßen selber informieren. Nur trifft man im Internet meist auf die bösen Impfungen meist Impfgeschädigte) die Impfvergötterer meist Phamraindustriemitarbeiter)
Kann man im allgemeinen davon ausgehen, das wenn bei den ersten Impfungen keine Reaktion erfolgte, das es jetzt auch nicht so ist`? Viele Beiträge im Internet verunsichern mich doch wirklich sehr, wo ich lese, das viele Eltern ihre Kinder nicht mehr impfen lassen...oder die Impfungen abschwächen. Was wäre Ihr Rat?
Mit freundlichen Grüßen
P.P.


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Cyberdoktor
(stranger)
01/10/09 02:28
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Re: Angst wegen Impfschäden

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Hallo,

"meine Tochter geb. 22.08.08) hat ihre ersten drei Impfungen 6 - fach Pneumok.) immer sehr gut vertragen."
prima, das ist auch zu erwarten, die meisten Kinder zeigen nach Impfungen keine oder nur ganz leichte Symptome (leichtes Fieber, Schlappheit, Jammern, also ganz normale Anzeichen dafür, dass sich das Immunsystem mit den Krankheitserregern beschäftigt).

"Morgen haben wir den Termin zur Auffrischung dieser Impfungen."
prima, das ist aber übrigens keine Auffrischung, sondern die letzte Impfung der wichtigen Grundimmunisierung.

" Durch unseren Kinderarzt erfolgte kaum eine Auflärung in Sachen Impfschäden etc. so mußte ich mich gedrungenermaßen selber informieren. Nur trifft man im Internet meist auf die bösen Impfungen meist Impfgeschädigte) die Impfvergötterer meist Phamraindustriemitarbeiter)"
siehe auch unsere ausführlichen Beiträge oben im Themenblock. Wenn wir als Ärzte (die Ihre Tochter weder per Internet impfen können, noch Ihnen einen Impfstoff verkaufen wollen) auf die schrecklichen Auswirkungen eines Wundstarrkrampfs, einer Kinderlähmung oder einer Gehirnerkrankung nach Masern und auf den in der Literatur und Praxis eindeutig belegten Schutzeffekt der Impfungen verweisen, hat das nichts mit Vergöttern zu tun. Impfungen sind ein eindeutiger medizinischer Fortschritt, wer auf die genannten Impfungen verzichtet, handelt ebenso leichtsinnig wie ein Patient, der bei einer Blutvergiftung eine Antibiotikagabe ablehnt.

"Kann man im allgemeinen davon ausgehen, das wenn bei den ersten Impfungen keine Reaktion erfolgte, das es jetzt auch nicht so ist`?"
Es kann nun durchaus zu einer stärkeren Antwort des Immunsystems kommen (z.B. höheres Fieber), das wäre aber überhaupt nicht schlimm.

Über extrem seltene ernste Nebenwirkungen, die mit Impfungen in Zusammenhang gebracht werden (man beachte: es wird meist nur ein Zusammenhang angenommen, in den meisten Fällen ist kein Beweis für die Auslösung durch eine Impfung erbracht), müssen Eltern sich keine Sorgen machen, da ist es wahrscheinlicher, das man auf dem Rückweg vom Arzt einen Verkehrsunfall hat.

" Viele Beiträge im Internet verunsichern mich doch wirklich sehr"
es macht keinen Sinn, dass Sie sich in nicht ärztlich moderierten Foren "informieren", in denen jeder nach belieben Gerüchte und persönliche aber völlig unbelegte Meinungen veröffentlicht. Im Internet besteht stets die grosse Gefahr, dass man zu völlig harmlosen Symptomen dramatische Erkrankungen oder zu normalerweise völlig nebenwirkungsarmen Behandlungsmethoden schreckliche Komplikationen angeboten bekommt.

Es ist ein bekanntes und häufiges Phänomen, dass dann nach einer Internet-"Recherche" z.B. für häufigen banalen Schnupfen oder Halsentzündungen AIDS oder eine Immunkrankheit, für Nasenbluten der Blutkrebs und für Kopfschmerzen der Gehirntumor oder für Impfungen als Nebenwirkung ein unerklärlicher Todesfall befürchtet wird. Im Netz lässt sich zu allen medizinischen Themen schnell der schlimmste anzunehmende (aber so gut wie nie vorkommende) Verlauf finden, mittlerweile wurde für übersteigerte Ängste nach Webnutzung bereits der Begriff der Cyberchondrie geprägt. Machen Sie sich also nicht verrückt, lassen Sie sich vom Kinderarzt die Sorgen nehmen.

", wo ich lese, das viele Eltern ihre Kinder nicht mehr impfen lassen...oder die Impfungen abschwächen."
schrecklich, diese Eltern haben eben noch nie Kinder gesehen, die mangels Impfschutz schreckliche Leiden erdulden müssen, siehe die Fotos im Themenblock. Betrachtet man diese Bilder, wird schnell klar, was Kindern ohne Impfung droht. Das sind keine Fotomontagen, sonder echte, kleine Patienten, die völlig unnötig leiden.

Schreiben Sie uns, wie Ihre Kleine die Impfung vertragen hat.

Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden

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Unbekannt
(Unregistriert)
01/10/09 13:28
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Impfreaktion Grippeschutzimpfung

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Hallo liebes Ärztteam, ich habe gleich mehrere fragen.

Meine Tochter 4 jahre), bekam heute die zweite MMR impfung, sowie windpocken und Grippeschutzimpfung.
Ist es richtig, das die Impfreaktion der MMR erst 7-10 Tage später auftritt?
Wie ist das mit Windpocken?
Und wie, wann und wielange können impfreaktionen der Grippeschutzimpfung auftreten?

Kann ich meine Tochter morgen wieder in den Kindergarten schicken oder soll sie lieber einen tag zu hause bleiben?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar

Viele Grüße
Tina


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Cyberdoktor
(stranger)
01/10/09 15:41
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Re: Impfreaktion Grippeschutzimpfung

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Liebe Tina,

"Meine Tochter 4 jahre), bekam heute die zweite MMR impfung, sowie windpocken und Grippeschutzimpfung.
es ist schön, dass Ihre Tochter nun den vollen Schutz gegen Masern etc. hat, besser spät, als nie. Wir wollen aber erneut darauf verweisen, dass der Schutz gegen MMR bereits mit 2 Jahren komplett sein sollte, Ihre Tochter war also knapp 2 Jahre lang unnötigen Risiken ausgesetzt war.

"Ist es richtig, das die Impfreaktion der MMR erst 7-10 Tage später auftritt?"
die Anzeichen dafür, dass sich das Immunsystem der Tochter mit dem Impfstoff auseinandersetzt, können sich bereits nach einigen Stunden zeigen (z.B. Fieber, siehe unsere ausführlichen Beiträge oben in diesem Themenblock) und dann für 1-3 Tage anhalten (bzw. in diesen 1-3 Tagen neu auftreten). Im Falle der Masernimpfung kann es zu sogenannten Impfmasern kommen, ca. 10 Tage nach der Impfung (ebenfalls völlig harmlos).

"Wie ist das mit Windpocken?"
es kommt zu den normalen Impfnebenwirkungen, ausserdem werden (selten) 1 bis 4 Wochen nach der Impfung ein Hautausschlag und Fieber beobachtet (harmlose Impfkrankheit).

"Und wie, wann und wielange können impfreaktionen der Grippeschutzimpfung auftreten?"
es kann zu den üblichen, oben genannten und in der Regel völlig harmlosen Anzeichen einer (durchaus erwünschten) Reaktionen des Immunsystems auf die Impfviren kommen: z.B. Fieber, Rötungen, Mattigkeit.

"Kann ich meine Tochter morgen wieder in den Kindergarten schicken oder soll sie lieber einen tag zu hause bleiben?"
wenn die Kleine munter ist, gibt es keinen Grund, auf den Kindergartenbesuch zu verzichte. Ist sie dagegen schlapp und fiebrig, gönnen Sie ihr, wie auch bei ganz normalen Infektionen, etwas Ruhe.

Wenn Sie mögen können Sie uns bei Gelegenheit kurz schreiben, ob es zu Nebenwirkungen gekommen ist.

Beste Grüsse

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