| Medizinforen : Dermatologie |
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Bernd (Unregistriert) 05/03/05 18:16 |
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Geschwollene, juckende, brennende Handoberseiten | Antwort schreiben |
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Hallo Cyberdoktor, nachdem ein grippaler Infekt am abklingen war, und ich das erste mal wieder an der Frischluft spazieren war, bekam ich unmittelbar danach starken Juckreiz an den beiden Handoberseiten insbesondere an den knöcheln. Das ganze weitete sich schnell über den nahezu ganzen Körper aus. Zu dem Jucken kam ein rötlich schimmernder Hautausschlag mit mittlerem bis schwerem Brennen der betroffenen Hautstellen. In der folgenden Nacht wurde das Brennen an den Händen noch schlimmer. Morgens war dann der restliche Körper wieder fast normal aber deutlich geschwollenen Hände und Finger (wie Fleischwürste). Ich hatte das ganze vor etwa 20 Jahren schon mal so ähnlich, damals wurde eine Lebensmittelallergie vermutet, konnte aber nicht nachgewiesen werden. Ist in diesem Fall äusserst unwahrscheinlich, da ich an diesem Tag (gestern) nahezu nichts zu mir genommen habe (morgens 2 "Schnitzerbrötchen" trocken, 2 Tassen Kaffee), und das ganze fing erst am Späten Nachmittag an. | |||
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Cyberdoktor (stranger) 06/03/05 03:55 |
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Re: Geschwollene, juckende, brennende Handoberseiten | Antwort schreiben |
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Hallo, aus der Entfernung ist die von Ihnen ohnehin nicht direkt einer bestimmten Ursache zuzuordnenden Symptomatik nur schwer zu kommentieren. Zunächst lässt Ihre Schilderung in der Tat an eine allergische Reaktion und insbesondere auch an eine Nesselsucht (Nesselausschlag, Nesselfieber, Urtikaria) denken. Häufig besteht bei den von einer Nesselsucht Betroffenen eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe oder innere bzw. externe Reize. Hierzu können Nahrungsmittel, Medikamente, Insektengifte, Wasser, Druck, Sonneneinstrahlung und Kälte gehören. Im Rahmen der Quaddelbildung werden vom Körper Histamin und andere Substanzen, sog. Mediatorstoffe, freigesetzt. Diese führen zu einer Erweiterung der Blutgefäße in der Haut, mit Folge eines Flüssigkeitsaustritts in die Haut, der Juckreiz entsteht durch die Freisetzung des Histamins. Wenn diese Quaddeln immer wieder und meist ohne erkennbare Ursache auftreten, spricht man von einer chronischen Urtikaria – ohne Ursache auch als idiopathische Urtikaria bezeichnet. Die Diagnose wird in aller Regel nach einer ausführlichen Allergiediagnostik gestellt. Hierzu gehört die Patientenbefragung (Anamnese) sowie bestimmte Hauttestungen (Läppchentest, Prick-Test), Blutuntersuchungen auf bestimmte Antikörper (RAST-Test) und ggf. sog. orale Provokationstests. Bei den Letzteren bekommt der Patient Nahrungsmittel angeboten, die als Auslöser der Quaddelbildung vermutet werden. Letzendlich kann eine Klärung - im Hinblick auf das von Ihnen beschriebene seltene Auftreten, wenn überhaupt - nur im Rahmen einer (haut-)ärztlichen Diagnostig erfolgen. Möglicherweise sind hier Reiz und ein durch die Erkrankung sensibilisiertes Immunssystem zusammengetroffen. Alles Gute wünscht Ihr Cyberdoktor-Team | |||
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