Medizinforen : Frauenheilkunde
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Unbekannt
(Unregistriert)
06/03/02 01:43
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PAP IIID

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Liebes Ärzteteam,

vor ca. 1 1/2 Jahren hatte ich zum ersten mal den Befund PAP III D. Dieser wiederholte sich zweimal, wechselte dann auf PAP IIW und ist nun wieder bei PAP IIID.
Mein Frauenarzt will diese Woche nochmals einen Abstrich machen und diesen auch auf HPV - Viren testen. Über die weitere Vorgehensweise bin ich mir allerdings im Unklaren. Er riet mir diesen und einen weiteren Abstrich in 3 Monaten abwarten. Er meinte, dass das Risiko bei einer Konisation unfruchtbar zu werden auch nicht zu unterschätzen sei. Ich bin erst 22 Jahre und möchte in Zukunft gerne Kinder haben.
Hat eigentlich die Pille einen Einfluss auf die Gewebeveränderung?
Könnte eine im Herbst `99 vorgenommene Abtreibung der Auslöser der Gewebeveränderung sein? (Die Kontrolluntersuchung ergab damals, dass alles ohne Komplikationen verlaufen ist)
Vielen Dank für ihre Beantwortung meiner Fragen!


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Cyberdoktor
(stranger)
06/03/02 06:53
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Re: PAP IIID

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Liebe Cyberdoktor-Nutzerin,

bei der Beurteilung des Abstriches nach wird die Zellreifung, der Aufbau der Zellen und die Art der Zellteilung beurteilt. Das alles gibt einen Hinweis darauf, ob die Zellen sich "normal" verhalten. Weichen die Zellen vom normalen Wachstum ab, wird das in verschiedene Stufen aufgeteilt. "Pap II" bedeutet, dass ein normales Zellbild mit leichten, meist entzündlichen Veränderungen (die dann ggf. an den Partner weitergegeben werden), vorliegt, so dass üblicher Weise die Entzündung therapiert wird und anschließend eine erneute Kontrolle erfolgt.

"Pap III" steht für "unklares, zweifelhaftes Zellbild", meist bedingt durch schwere entzündliche Veränderungen. Hier erfolgt in der Regel eine entsprechende Therapie und eine erneute Kontrolle innerhalb von drei Monaten nach der Therapie. Davon zu unterscheiden ist allerdings die Einstufung "Pap IIID". "Pap IIID" heißt, dass leichte bis mittelgradige Veränderungen der Zellen zu finden sind. Das bedeutet aber nicht, dass die Zellen jetzt bösartig sind. Oft sind auch hier Entzündungen die Ursache für verändertes Zellwachstum. Bei "Pap IIID" wird der Befund üblicherweise auch kontrolliert. In den meisten Fällen bilden sich die Veränderungen von allein wieder zurück. Sollten sie jedoch nach einem Jahr immer noch vorhanden sein oder zugenommen haben, wird eine Konisation (dabei wird ein kegelförmiges Stück aus dem Gebärmutterhals herausgeschnitten) und eine Ausschabung zur Sicherheit angeraten. Damit wird verhindert, dass die Zellen sich weiter verändern und bösartig werden können. Das ist auch der Grund, warum nicht "nur" eine Biopsie durchgeführt wird: die Konisation dient in diesem Fall zur Diagnostik und ist gleichzeitig Therapie.

Bei Frauen mit evtl. (späterem) Kinderwunsch wird dieser Kegel eher flach aus dem Gebärmutterhals herausgeschnitten, während man bei Frauen nach der Menopause tiefer in den Gebärmutterhals hineinschneidet. Dieses "schonende" Verfahren bei gebärfähigen Frauen wird durchgeführt, um bei einer nachfolgenden Schwangerschaft die Verschlussfunktion des Gebärmutterhalses zu erhalten.

Die Ursache dieser Zellveränderungen ist unklar, die „Pille“ oder eine komplikationslose Abtreibung als Verursacher sind allerdings eher unwahrscheinlich. Eher kommen (chronische oder latente) Entzündungen oder (fehlgeleitete) Alterungsprozesse in Frage.

Alles Gute wünscht Ihr
Cyberdoktor-Team
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Unbekannt
(Unregistriert)
31/10/06 18:47
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Re: PAP IIID

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Lieber Cyberdoktor,

im Oktober 2005 hatte ich zum ersten mal Pap IIId (mäßige Dysplaie)
Januar 2006 :
- Pap II + HPV High Risk 18
April 2006:
-Pap IIId (mäßige Dysplasie)
Juli 2006:
-Pap II + HPV High Risk
Oktober 2006:
Pap IIId (leichte metaplastische Dysplasie) + Leukoplakie in der Vulva

Sollte ich jetzt auf eine Konisation bestehen oder noch warten?



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Cyberdoktor
(stranger)
05/11/06 20:30
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Re: PAP IIID

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Hallo,

wir haben Ihre Frage verschoben:
ist jetzt im Themenblock PAP-Test: Häufige Fragen einsortiert und beantwortet.

Beste Grüsse

Ihr Cyberdoktor-Team


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