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in Bezug auf:

Absender: Anonym
Betreff: Re: Fettleber, GPT erhöht


Hallo,

vor etwa vier Monaten wurde im Rahmen einer Routineuntersuchung festgestellt, dass der GPT-Wert mit 92 gegenüber dem oberen Referenzwert von 45 isoliert erhöht war. Daraufhin wurde auf Hepatitis untersucht, aber der Befund war negativ. Bei der Sonografie wurde eine erhebliche Verfettung der Leber entdeckt, obwohl ich Alkohol zeitlebens nur in Maßen trinke maximal 2-3 Glas Wein pro Woche). Eine Leber-Belastung mit Medikamenten kann ich ebenfalls ausschließen. So nahm ich zwar über einen Zeitraum von 2 Jahren Sertralin ein, aber der Arzt meinte, dies sei als Ursache eher unwahrscheinlich. Auch das Kortison-Spray gegen Heutschnupfen und NN-Entzündung, das ich fast ganzjährig nehme, sei unverdächtig, weil es nur lokal angewandt wird.

Eine mögliche Ursache, so mein Hausarzt, wäre vielleicht eine zu fettreiche Ernährung. Allerdings bin ich nicht adipös, obwohl ich sicher 4-5 Kilogramm zu viel habe Bauchumfang ca. 102 cm, 77 kg, 1,72 m, 38 Jahre). Sicher Meine Ernährung ist nicht „die beste“ – ich esse viel Pasta, viel Brot, viel Käse, viel Süßes, wenig Obst und Gemüse und alle paar Wochen auch mal eine Tüte Chips „auf Anhieb“, wenn ich Lust darauf habe. In den letzten 5 Jahren habe ich auf diese Weise 10-12 kg zugenommen. Aber ich kann mir das noch relativ geringe Übergewicht als Grund der Leberverfettung nur sehr schlecht vorstellen.

Nachdem ich das Sertralin vor ca. 4 Wochen absetzte und auf viel pflanzliche Ernährung umstieg, erholte sich GPT-Wert zwar leicht – er fiel auf 46. Gestern jedoch attestierte mir mein Hausarzt bereits wieder einen Wert von 65, und das Bilirubin sei auch leicht erhöht. Immer wieder neige ich auch zu einer leichten Gelbfärbung der Haut, was schon vor vielen Jahren Bekannten auffiel). Als Säugling hatte ich eine schwere Hepatitis, aber das ist ja bei Säuglingen normal, sagt man.

Eine weitere hypothetische Möglichkeit wäre noch mein Umgang mit Chemikalien, den ich von Berufs wegen habe. Allerdings habe ich mit lebertoxischen Substanzen wie chlororganischen Verbindungen praktisch nie zu tun. Hauptsächlich hantiere ich mit stark verdünnten Säuren und Laugen, insbesondere Flusssäure < 2%), von denen keine akute oder chronische Gefahr für die Leber ausgehen dürfte.

Alles in allem bin ich mittelgradig beunruhigt, weil ich mir den Befund nicht plausibel erklären kann. Was kann und was sollte ich tun? Mein Hausarzt meint, ich solle ein paar Kilo abnehmen, aber was, wenn das nichts bringt? Mit welchen Konsequenzen muss ich denn in den nächsten Lebensjahrzehnten rechnen, wenn die Fettleber weiterhin besteht und der GTP-Wert nicht auf ein Normalmaß absinkt? Droht eine Leberzirrhose oder gar Leberkrebs? Im Voraus herzlichen Dank für die Antwort.